Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

Schlusshandel

Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

Der Euro-Stoxx-50 stieg 9,24 Einheiten oder 0,25% auf 3.679,03 Zähler..

Die europäischen Leitbörsen haben am Freitag keine klare Richtung finden können. Während in Frankfurt und Paris ein Plus zu Buche stand, wurden in London mehrheitlich Kursabschläge verzeichnet. Der Euro-Stoxx-50 verteuerte sich um 9,24 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 3.679,03 Zähler.

Zum Wochenausklang standen keine wesentlichen Datenveröffentlichungen auf der Agenda. Viel mehr hatten Investoren in Europa ein Auge auf das nahende Quartalsende gerichtet, wodurch es zu Gewinnmitnahmen kam. In Kombination mit der Unsicherheit im Jemen hätten sich Anleger daher zurückhaltend gezeigt, hieß es am Markt.

Für die spanische Wirtschaft dürfte es unterdessen wieder besser laufen. Die Zentralbank des Landes, Bank of Spain, rechnet im laufenden Jahr mit einer Expansion der Wirtschaft um 2,8 Prozent und damit einer Verdopplung des Wachstums. Dazu sollen der Notenbank zufolge besonders der niedrige Ölpreis und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) beitragen. Für die spanische Bevölkerung prognostizierte das Institut zudem eine Besserung in der Arbeitslosenrate. Diese soll sich im Zuge der wirtschaftlichen Verbesserung auf 22,2 Prozent reduzieren.

An vorderster Front im spanischen Leitindex IBEX-35 gewannen die Titel von Abengoa satte 8,81 Prozent an Wert. Der Konzern erstreckt seine Bereiche über die Telekombranche, Energieversorgung, Logistik und Umwelttechnik. Abengoa unterschrieb einen Investitions- und Vertriebsvertrag für ein Joint Venture im Volumen von 2 Mrd. Dollar. Im Zuge des Vertrages erwartet Abengoa nun eine Erstzahlung von 500 Mio. Dollar. Im Zuge des gemeinsamen Vertrages sollen Projekte an das gemeinsame Abengoa Projects Warehouse übertragen werden.

An selber Stelle verteuerten sich die Titel des größten Flughafenbetreibers der Welt Aena um 4,14 Prozent. Nach dem milliardenschweren Börsengang von Februar gab das Unternehmen einen Gewinnrückgang um 20 Prozent auf 479 Mio. Euro bekannt. Die Zahl der beförderten Passagiere legte dagegen um 4,5 Prozent zu. Als Grund für den Gewinneinbruch führte der Konzern daher höhere Kosten an. Operativ lief es für Aena besser. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zog um 16,5 Prozent an.

In Kopenhagen erreichten die Aktien des Pharmaherstellers Novo Nordisk große Zuwächse mit plus 10,36 Prozent. Das Unternehmen plant die Wiedereinreichung zur Zulassung des Langzeit-Insulins Tresiba in den USA. Eine neue Studie soll Befürchtungen um mögliche Herz-Kreislaufrisiken beseitigen und das Diabetesmittel auch im größten Pharmamarkt der Welt zugänglich machen.

Der Uhrenkonzern Swatch kündigte unterdessen an, bei der Entwicklung einer eigenen Smartwatch nicht mit dem Silicon Valley zusammenarbeiten zu wollen. So solle beispielsweise das Betriebssystem selbst produziert werden. Für das laufende Geschäftsjahr äußerte sich die Firmenleitung gleichzeitig optimistisch. Die Unternehmensprognose für das Umsatzwachstum gibt einen Zuwachs von 5 bis 10 Prozent als Ziel aus. Die Swatch-Aktie zog um 2,52 Prozent an.