Gewinn geht meist komplett in Rücklagen

EZB machte 2009 rund 2,2 Mrd. Euro Gewinn

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 2009 mit einem Überschuss von 2,218 Mrd. Euro abgeschlossen. Der Netto-Gewinn belaufe sich auf 2,253 Mrd. Euro, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am 4. März in Frankfurt. In den vergangenen Jahren hatte die EZB meist den gesamten Gewinn den Rücklagen zugeführt, um gegebenenfalls gegen Währungs-, Zins- und Goldpreisrisiken gewappnet zu sein.

2008 hatte die EZB einen Brutto-Gewinn von knapp 2,7 Mrd. Euro eingefahren. Die Gehälter der führenden EZB-Banker sind im vergangenen Jahr um rund 2,5 % gestiegen. Wie die Europäische Zentralbank mitteilte, verdiente Trichet 360.600 Euro nach 351.800 Euro im Jahr zuvor. EZB-Vize Lucas Papademos erhielt rund 309.000 Euro.

Die übrigen vier Direktoriumsmitglieder bekamen jeweils 257.600 Euro. Der Gehaltszuwachs übersteigt die durchschnittliche Inflationsrate von 0,3 % in der Euro-Zone im vergangenen Jahr. Er liegt auch oberhalb des von der EZB verfolgten Ziels, die Inflation bei knapp unter 2 % zu halten.