Karl-Heinz Grasser

Immo-Deal

Grasser gibt zu: Ziehe aus Penthouse aus

6.000 Euro Miete für sein Penthouse - Grasser: "Habe 1 Million Steuer gezahlt"

Wie viel Grasser für seine Penthouse-Wohnung in Wien Miete zahlt. Was er wirklich an Steuern zahlte. Und warum die Finanz ermittelt.

ÖSTERREICH enthüllte, dass Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser seine Penthouse-Wohnung in Wien verkaufen will. Fünf Millionen Euro Ablöse will Grasser für die Top-Immobilie am Wiener Ring kassieren. Der Grund: Grasser braucht dringend Geld für seine Anwalts- und Verfahrenskosten. Über seinen Anwalt Manfred Ainedter ließ Grasser den ÖSTERREICH-Bericht über den Auszug nun auch offiziell bestätigen.

Jetzt kommen immer mehr Details des Penthouse-Deals ans Tageslicht. Grasser selbst legte gestern die Höhe der Miete vor: Für die 400 Quadratmeter in bester Innenstadtlage zahlt der Ex-Minister 6.000 Euro Miete. Darin seien auch Betriebskosten und Steuern inkludiert.

Diashow: Das ist Karl Heinz Grassers Penthouse

Grasser: "Mehr als eine Million Euro Steuer"
Neue Details gibt es auch zu Grassers Steuerakt. Nachdem News nur die Einkommenssteuererklärungen veröffentlicht hatte, ging Grasser gestern in die Offensive: Inklusive der Körperschafts- und Kapitalertragssteuern habe er zwischen 2007 und 2010 mehr als eine Million Euro Steuern gezahlt.

Seit seinem Abschied aus der Politik (Jänner 2007) sank das Einkommen, das der Ex-Finanzminister beim Finanzamt angab, von rund 210.000 auf 13.520 Euro. Im Jahr 2009 hatte Grasser nur 920 Euro an Einkommenssteuer gezahlt!

Staatsanwalt ermittelt wegen Abgabenverkürzung
Grasser soll im besagten Zeitraum auch 672.000 Euro an Körperschaftssteuer für die Value Creation GmbH und 395.000 Euro Kapitalertragssteuer als ‚Value Creation‘-Gesellschafter gezahlt haben.

Dennoch wird ermittelt: Seit 2010 läuft gegen Grasser ein Verfahren wegen des Verdachts der „Abgabenhinterziehung bezüglich der Umsatzsteuer, der Einkommenssteuer und der Kapitalertragssteuer“. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte, dass untersucht wird, ob bei Grasser in den Jahren 2003 bis 2009 eine Abgabenverkürzung in Höhe von zwei Millionen Euro stattgefunden hat. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der ganze Steuer-Akt: Wieviel KHG wirklich zahlte

Die detaillierten Steuerzahlungen von Ex-Minister Grasser liegen nun vor.

Der Spott war groß: Karl-Heinz Grasser hätte nur 920 Euro Einkommenssteuer im Jahr 2009 gezahlt, berichtete News. Stimmt, aber das waren eben nicht alle Steuern, die Grasser an das Finanzamt abgeführt hatte.

Das war freilich auch den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses klar, die den ganzen Steuerakt von Grasser seit Freitag haben.

  • Körperschaftssteuer: Für die Value Creation GmbH habe Grasser 672.000 Euro gezahlt.
  • Kapitalertragssteuer: Als Value-Creation-Gesellschafter habe Grasser wiederum 395.000 Euro an Kapitalertragssteuer abgeführt.
  • Einkommenssteuer: Im Jahr 2009 zahlte Grasser dafür nur 920 Euro an Einkommenssteuern, da er ein Jahreseinkommen von 13.520 Euro hatte.

Die Finanzbehörden und der U-Ausschuss wollen die Steuerakten nun genau prüfen.