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Josef Pröll stellt sich hinter ÖIAG

Der Finanzminister weist die Kritik an Boni für Michaelis zurück.

Finanzminister Josef Pröll (V) hat sich in der Debatte um ÖIAG-Chef Peter Michaelis hinter die Staatsholding gestellt. Er halte die Leistungen der ÖIAG für herzeigbar, so Pröll nach dem Ministerrat am Dienstag. Eine Verknüpfung zwischen den neuen Boni-Regelungen für Banker und der Debatte um die stattlichen Bezüge von Michaelis wollte Pröll auf entsprechende Fragen nicht herstellen. So soll ein Teil seines heurigen Gehaltes an den Mitarbeiterabbau bei der Holding gebunden sein.

Massive Zahlungen drohen
Er stehe voll zu den von der ÖIAG gemanagten Privatisierungen. Zur Forderung, Michaelis von seinem Posten zu entfernen, meinte Pröll, der Staat hätte bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung massive Zahlungen zu leisten. Zuvor hatte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter eine parlamentarische Anfrage an Pröll (V) bezüglich der Beratungskosten von Michaelis angekündigt. Kritik gab es auch daran, dass Michaelis private Post auf ÖIAG-Kosten verschickt haben soll. Die Aufwendungen dafür wurden zurückgezahlt, hieß es dazu von Seiten der Staatsholding ÖIAG. Bei der Österreichischen Post zeigte man sich allerdings verwundert, dass Post-Aufsichtsratspräsident Michaelis Pakete über den Postkonkurrenten DHL verschickt.

Zur Zukunft der ÖIAG erklärte der Finanzminister, es gebe zwei Stoßrichtungen, die man diskutieren müsse. Er persönlich sei für eine Stärkung der ÖIAG, indem diese die Verantwortung auch für andere Beteiligungen bekomme. Zuletzt waren durch die Privatisierungen der vergangenen Jahre die Agenden der ÖIAG erheblich geschrumpft.