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Wien

Kein Verkauf von Media Quarter Marx

Verhandlungen mit Interessenten verliefen ergebnislos.

"Der Verkaufsprozess wurde Ende Juni, Anfang Juli gestoppt. Wir haben uns entschieden, das Media Quarter 3 nicht zu verkaufen, sondern weiter zu entwickeln", berichtete Hirczi im APA-Gespräch. Gestartet wurde das Vorhaben Mitte 2014 - mit dem klaren Ziel, die Immobilie zu veräußern. Jener Fonds, mit dem zuletzt verhandelt worden sei, wäre eine gute Lösung gewesen, jedenfalls inhaltlich, hieß es.

"Wir hätten jedoch nicht den Preis erzielt, den wir uns vorgenommen haben", gestand Hirczi ein. Die Differenz habe ein paar Millionen Euro betragen. Nähere Details nannte er dazu nicht. Denn: "Wir wollen uns das Verkaufsszenario offen halten." In zwei oder drei Jahren könnte ein erneuter Versuch gestartet werden. Darum sei es nicht sinnvoll, den Wunschpreis öffentlich zu nennen.

Laut Wirtschaftsagentur habe es Gespräche mit einer "Handvoll" Interessenten gegeben. Es sei aber keineswegs nötig, das Media Quarter unbedingt zu verwerten, wurde beteuert. Namhafte Betriebe hätten sich dort angesiedelt. Der Vermietungsgrad betrage rund 90 Prozent - auch ein Neuzugang stehe bevor: Die städtische Gründerplattform INiTS wird ins MQM 3 einziehen und dort den boomenden Start-up-Sektor weiterentwickeln.

Auch der private Partner, der 60 Prozent an der Projektgesellschaft hält, sei mit dem Stopp der Verkaufspläne einverstanden, wurde versichert. Die Zusammenarbeit mit diesem laufe ohne Probleme. Insgesamt wurden bisher rund 64 Mio. Euro in das MQM 3 investiert.

Dass die Kosten nicht zur Gänze den Mietern weiterverrechnet wurden, war einer der Punkte, den der Rechnungshof in einer umfangreichen Prüfung kürzlich bemängelt hat. Auch Bilanzverluste und die Konstruktion des Private-Public-Partnership-Modells sorgten für Kritik. Die Verbindung zum Ex-Botschafter Aliyev fand hingegen kaum Erwähnung.