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Kosten für griechische Anleihen steigen auf über 9 %

Nach dem Hilferuf Griechenlands um Milliardenunterstützung durch die EU und den IWF haben die Kosten für die Schulden des Landes ein neues Rekordniveau erreicht. Für zehnjährige griechische Staatsanleihen verlangten Investoren am Montag 9,52 % Rendite. Für deutsche Papiere, die als besonders solide gelten, liegt die Rendite rund 6 Prozentpunkte niedriger.

Sollten Deutschland und die anderen Euro-Staaten Griechenland nun Notkredite gewähren, müsste das Land dafür rund 5 % Zinsen zahlen.

Ein Ansteigen der Kreditkosten für Griechenland auf die jetzigen Höhen hatten der EU-Rettungsplan und die in Aussicht gestellten niedrigeren Zinsen eigentlich verhindern sollen.

Die Euro-Staaten hatten Griechenland, das im Mai rund 10 Mrd. Euro neue Schulden aufnehmen muss, für dieses Jahr bis zu 30 Mrd. Euro Notkredite in Aussicht gestellt. Weitere 15 Mrd. könnten demnach vom IWF kommen. Deutschland, das bis zu 8,4 Mrd. Euro der Hilfen an Griechenland verleihen muss, hat sich allerdings gegen voreilige Kredite ausgesprochen und eine genaue Prüfung der Zusagen der Regierung in Athen gefordert.