LBBW

LBBW schreibt weiter schwarze Zahlen

Die größte deutsche Landesbank LBBW schreibt weiter schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr 2009 fuhr der Branchenprimus einen Gewinn von 215 Mio. Euro ein - nach einem Minus von 181 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, wie LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter mitteilte.

Damit schmolz der Überschuss von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal 2009 allerdings um 21 Mio. Euro. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2009 wagte Vetter nicht. In den ersten drei Monaten war die LBBW nach einem Verlust von 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2008 in die Gewinnzone zurückgekehrt.

"Vor uns liegt umfangreiche und harte Arbeit. Die LBBW verfügt über eine prinzipiell zukunftsträchtige Basis", sagte Vetter laut Mitteilung. "Wir müssen jetzt die Bank stabil aufstellen, Belastungen eliminieren und schnell die notwendigen Schritte vornehmen. Der Umbau hat begonnen."

Hohe Kreditvorsorge

Sorgen bereitet der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) derzeit vor allem die wegen der Wirtschaftskrise dramatisch noch oben geschnellte Kreditrisikovorsorge. Zahlreiche Unternehmen kämpfen mit den Folgen der Krise, dadurch steigt das Risiko möglicher Kreditausfälle. Die Banken wappnen sich dagegen mit einer höheren Risikovorsorge.

Bei der LBBW kletterte dieser Wert zum 30. Juni um 740 Mio. Euro auf 717 Mio. Euro. Falls die schwierige wirtschaftliche Lage weiter anhalte, muss nach Angaben der Bank mit Ausfällen durch Insolvenzen und einem weiteren Anstieg der Kreditrisikovorsorge gerechnet werden.