Wieder Wirbel um die zwangsverstaatlichte Hypo

Neue Hausdurchsuchung in Kärntner Hypo-Zentrale

Wegen zuletzt "mangelnder Kooperationsbereitschaft“ seitens der Hypo ordnete die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die gestrige Razzia an.

Bei der Aufklärung der Vorgänge in der Hypo Group Alpe Adria erhöhen die Ermittler den Druck. Gestern ab 10 Uhr gab es in der Zentrale der Kärntner Skandal-Bank eine erneute Hausdurchsuchung. 30 Polizeibeamte, drei Staatsanwälte und vier Sachverständige waren im Einsatz, auch der Leiter der SoKo Hypo, Bernhard Gaber, war vor Ort.

Mangelnde Kooperation

Die Razzia wurde von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angeordnet, weil "die Kooperationsbereitschaft, die seitens der Bank zugesagt wurde, nicht in dem Umfang eingehalten wurde“, so Staatsanwaltschaftssprecher Helmut Jamnig zu ÖSTERREICH. Die Behörde hatte die Hypo aufgefordert, Unterlagen freiwillig herauszugeben. Das hatte die Bank nicht getan, sondern dagegen Rechtsmittel angekündigt.

Auslandsfinanzierungen

Auslöser der Hausdurchsuchung, bei der 5 Tochtergesellschaften der Hypo in Klagenfurt im Fokus standen, waren laut Jamnig neue Erkenntnisse und Verdachtsmomente im Zusammenhang mit Finanzierungen in Kroatien. Dokumente, die diese Geschäfte nachvollziehbar machen, sollten sichergestellt werden.

Die Bank zeigte sich gestern kooperationsbereit und übergab den Ermittlern die gewünschten Unterlagen. Die Hypo-Zentrale und andere Bankstandorte waren im Vorjahr, noch vor der Notverstaatlichung des Instituts im Dezember, erstmals durchsucht worden.