US-Börsen mit klaren Verlusten zum Start

Dow Jones gibt 0,79% ab

US-Börsen mit klaren Verlusten zum Start

Entscheidung der US-Notenbank zur Drosselung der Anleihenkäufe im Fokus.

Nach der mit Spannung erwarteten Fed-Entscheidung haben die US-Börsen am Mittwoch ihre anfänglichen Kursverluste etwas ausgeweitet. Bis Handelsschluss sackte der Dow Jones Industrial Index um 189,77 Punkte oder 1,19 Prozent auf 15.738,79 Einheiten ab.

Der S&P-500 Index fiel um 18,30 Punkte oder 1,02 Prozent auf 1.774,20 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab um 46,53 Einheiten oder 1,14 Prozent auf 4.051,43 Zähler ab.

Wie Experten erwartet hatten, hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur Wochenmitte eine neuerliche Drosselung ihrer Anleihenkäufe um 10 Mrd. auf 65 Mrd. Dollar pro Monat beschlossen. Der Leitzins blieb hingegen auf dem historischen Tiefstand zwischen Null und 0,25 Prozent. An diesem wollen die Währungshüter auch weiterhin festhalten bis die Arbeitslosenquote merklich unter 6,5 Prozent gesunken ist, hieß es.

Im Blick blieb daneben die laufende Berichtssaison. So ging es für Yahoo! nach Zahlen um deutliche 8,71 Prozent auf 34,89 Dollar bergab. Mit einem Umsatzrückgang um sechs Prozent im Schlussquartal 2013 blieben die Ergebnisse der Internet-Suchmaschine hinter den Erwartungen zurück. Dank geringer Steuern und gewinnbringender Beteiligungen konnte jedoch der Gewinn um 28 Prozent auf 348 Mio. Dollar gesteigert werden.

Auch AT&T büßten 1,16 Prozent auf 33,31 Dollar ein. Zwar stieg der Umsatz des Telekom-Unternehmens um zwei Prozent und beim Gewinn blieben unterm Strich 6,9 Mrd. Dollar, nach einem Verlust von 3,9 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Allerdings hatte jedoch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr die Anleger enttäuscht, hieß es aus dem Handel. Wie zudem die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise berichtete, bleibt AT&T bleibt an einer Übernahme des britischen Mobilfunkers Vodafone interessiert. Beide Unternehmen gaben jedoch keinen Kommentar dazu ab.

Die Zahlen von Boeing konnten die Marktteilnehmer ebenfalls nicht zufriedenstellen, obwohl der Flugzeugbauer im vierten Quartal dank mehr Flugzeugauslieferungen besser verdient hat. Der Nettogewinn legte um 26 Prozent auf 1,23 Mrd. Dollar zu. Der Ausblick auf eine sinkende operative Marge in der Sparte "Commercial Airplanes" im laufenden Jahr sorgte jedoch für schlechte Stimmung an der Börse: Boeing-Aktien sackten um satte 5,33 Prozent auf 129,78 Dollar ab.

Erfreulichere Nachrichten kamen indessen aus der Chemiebranche. Dow Chemical schlossen um 3,88 Prozent fester bei 44,73 Dollar. Der Konzern will nach einem unerwartet hohen Gewinn im vierten Quartal die Dividende deutlich anheben und kündigte eine Ausweitung seines Aktienrückkaufprogramms von 1,5 auf 4,5 Mrd. Dollar an.

Daneben kletterten DuPont mit plus 1,91 Prozent auf 60,71 Dollar ans obere Ende des Dow. Am Vortag waren die Aktien noch um mehr als ein Prozent gefallen, obwohl das Unternehmen mit einem gut gelaufenen Schlussquartal 2013 überrascht hatte.

Nach einer Berg- und Talfahrt gingen die Aktien des Biotechnologie-Konzerns Amgen schließlich mit minus 1,27 Prozent auf 119,17 Dollar aus dem Handel. Der kalifornische Branchenprimus hat im vierten Quartal dank besserer Medikamentenverkäufe den Gewinn kräftig gesteigert.