US-Börsen zur Eröffnung wenig bewegt

US-Börsen

US-Börsen zur Eröffnung wenig bewegt

Gemischt ausgefallene Konjunkturdaten beeindruckten nicht.

Nach den Rekordschlussständen vom Vortag sind die US-Börsen am Freitag zunächst wenig bewegt gestartet. Bis 16.00 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um moderate 12,17 Einheiten oder 0,08 Prozent auf 15.473,09 Zähler. Am Tag davor hatte der Leitindex dank der Aussagen des US-Notenbankchefs Bernanke über eine unvermindert sehr lockere Geldpolitik auf dem höchsten Stand seiner Geschichte geschlossen.

Der S&P-500 Index sank marginal 0,41 Punkte oder 0,02 Prozent auf 1.674,61 Zähler. Der Nasdaq Composite Index befestigte sich um 3,61 Punkte oder 0,10 Prozent auf 3.581,91 Einheiten.

Mangels marktbewegender Konjunkturdaten stehen laut Börsianern die Quartalszahlen aus der Bankenbranche und der gesenkte Ausblick von UPS im Fokus. Stärker als erwartet gestiegene Erzeugerpreise hatten kaum Einfluss auf die Notierungen in den ersten Minuten. Auch die schwächeren Daten der Universität Michigan über das von ihr erhobene Verbrauchervertrauen bewegten nicht. Das Konsumklima fiel von 84,1 auf 83,9 Punkte. Analysten sind von einem Anstieg auf 84,7 Punkten ausgegangen.

Die Aktien von JPMorgan gewannen nach positiven Zahlen 1,03 Prozent auf 55,70 Dollar. Nach milliardenschweren Spekulationsverlusten im vergangenen Jahr startete die Bank wieder durch und übertraf mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen. Bei Konkurrent Wells Fargo sorgte die Bilanzvorlage für Kursgewinne von 2,08 Prozent auf 42,76 Dollar.

Unterdessen büßten die UPS-Aktien 5,39 Prozent an Wert auf 86,52 Dollar ein. Der Logistikkonzern senkte unter Verweis auf ein geringeres Wachstum im Paketgeschäft die Zielspanne für den Jahresgewinn. Die Ergebnisprognose je Aktie (EPS) für das zweite Quartal liegt nun unter den Markterwartungen.

Für die Dell-Titel ging es um 0,26 Prozent auf 13,31 Dollar nach unten, obwohl Großaktionär Carl Icahn angekündigt hatte, die Übernahmeofferte vom Michael Dell übertrumpfen zu wollen. Der Unternehmensgründer und Hauptaktionär will den Computerkonzern mit Unterstützung der Investmentgesellschaft Silver Lake zurückkaufen und von der Börse nehmen. Zuletzt hatte er bekräftigt, sein Angebot von 24,4 Milliarden Dollar beziehungsweise 13,65 Dollar je Aktie nicht aufstocken zu wollen. Unverhofft Schützenhilfe hatte Dell von der einflussreichen Aktionärsberatunggesellschaft ISS erhalten, die den Aktionären die Annahme der Offerte empfahl.