VKB erwartet heuer Betriebsergebnis-Minus

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Die oberösterreichische VKB-Bank rechnet heuer mit einem Rückgang beim Betriebsergebnis von zuletzt 25 auf etwa 20 Mio. Euro.

Das berichtete Generaldirektor Albert Wagner in einer "Herbst-Pressekonferenz" in Linz. Wagner schränkte ein, dass es heuer so schwierig wie noch nie sei, eine Gewinnerwartung zu nennen. Jedenfalls würden die Margen enger werden.

Im Passivgeschäft seien sie am Nullpunkt angelangt. Bei den Einlagen hätten die Liquiditätsengpässe im Bankenbereich - "wohlgemerkt nicht bei uns" - einen heftigen Wettbewerb bei den Konditionen ausgelöst. Auch bei der Aktivseite seien die Margen "geringfügig eingeengt". Doch seien der VKB "ein paar Prozent" nicht so wichtig, wie die Kernkapitalausstattung der Bank. Andere Kennzahlen hätten Schwächen bei der Vergleichbarkeit nicht gegeben, weil sie vom jeweiligen Geschäftsmodell der Bank abhängig seien.

Wagner zeigte sich stolz darauf, dass die Kernkapitalquote der VKB aus eigener Kraft zuletzt von 13,5 auf 14,7 % gestiegen sei und damit das Doppelte im Bankenvergleich erreiche. Das habe der KPMG/Duregger-Research/Bankenanalysen 2009 ergeben.

Auch das Financial Time Magazin "The Banker" habe die VKB wieder zur kapitalstärksten Bank Österreichs gekürt. Das signalisiere Sicherheit, die ebenso wie Unabhängigkeit - keine bankfremden Beteiligungen - von den Kunden nachgefragt werde. Ihre Zahl sei in den ersten drei Quartalen um rund 3 % auf rund 95.000 Privat- und 12.000 Firmenkunden gewachsen. Die Bank habe auch nicht wie andere Staatshilfe in Anspruch genommen oder Unterstützung von einem ausländischen Mutterkonzern bekommen. Liquiditätsprobleme kenne man "nur vom Hörensagen".

Die Geschäftspolitik der Regionalbank basiere auf der "einfachen Rechnung", dass die Einlagen und Ausleihungen etwa gleich hoch sein sollten. Das sei früher belächelt worden, nun nicht mehr. So stünden sich jeweils rund zwei Mrd. Euro Einlagen und Ausleihungen gegenüber. Das entspreche rund 5 bis 6 % Zuwachs und zeige auch, dass es keine Kreditbremse gebe.

Die Kreditrisikovorsorge sei vorsichtshalber erhöht worden. Die Ausfälle könnten heuer von in den vergangenen 0,4 % des Kreditvolumens auf 0,6 % steigen. Das wäre aber "alles andere als eine Katastrophe", erklärte Wagner. Der Anteil des Dienstleistungsgeschäftes am Gesamtergebnis sei von 20 auf 25 % gestiegen. Das Ziel seien 30 %.

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