Wiener Börse schließt schwächer

Wiener Börse

Wiener Börse schließt schwächer

Der ATX fiel 22,52 Punkte oder 0,91 Prozent auf 2.450,61 Einheiten.

Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei geringem Volumen klar tiefer geschlossen. Der ATX fiel 22,52 Punkte oder 0,91 Prozent auf 2.450,61 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 37 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.488 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,80 Prozent, DAX/Frankfurt -1,69 Prozent, FTSE/London -1,91 Prozent und CAC-40/Paris -1,82 Prozent.

In einem tiefroten europäischen Börsenumfeld schloss auch der ATX schwach – verbuchte aber noch vergleichsweise moderate Abschläge. Nach dem gesehenen Rekordkurs an einigen internationalen Börsenplätzen zeigten sich einige Akteure nun skeptischer über die weitere Entwicklung, hieß es im Handel.

Mit veröffentlichten Quartalszahlen rückten in Wien auf Unternehmensseite conwert, CA Immo und Strabag in den Fokus der Anleger. Die conwert-Aktie eroberte mit einem Kursplus von 1,62 Prozent auf 9,10 Euro den Spitzenplatz auf der Kursliste. Das Immobilienunternehmen hat im ersten Quartal nach der erstmaligen Konsolidierung der KWG Kommunale Wohnen AG den Konzerngewinn nach Steuern zur Vergleichsperiode auf 9,9 Mio. Euro vervierfacht.

CA Immo-Anteilsscheine zogen am 2. Platz um 1,20 Prozent auf 10,50 Euro an. Das Unternehmen hat im ersten Quartal 2013 das Betriebsergebnis deutlich gesteigert. Im Ausblick wird trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein "insgesamt zufriedenstellendes positives Jahresergebnis" erwartet.

Die Papiere des Branchenkollegen Immofinanz gaben hingegen deutlich um 2,45 Prozent auf 3,22 Euro nach. Das stärkste Minus musste im prime market RHI mit einem Abschlag von 3,78 Prozent auf 26,72 Euro einstecken.

Strabag verbuchten einen Kursrückgang von 1,3 Prozent auf 16,76 Euro. Österreichs größter Baukonzern hat seine Verluste unter dem Strich heuer im ersten Quartal etwas eingedämmt. Die Analysten von der RCB bewerteten die Zahlen als im Rahmen der Erwartungen. Zudem nahm die Commerbank ihre Coverage der Titel mit „Kauf“ und Kursziel 20,0 Euro neu auf.

An ihrem zweiten Handelstag in Wien schlossen die Valneva Stammaktien mit einem Minus von 0,91 Prozent auf 5,45 Euro. Die Valneva Titel gingen aus der Verschmelzung der österreichischen Intercell mit der französischen Vivalis hervor.

Vienna Insurance Group knickten um 1,93 Prozent auf 38,45 Euro ein. Die Wertpapierexperten von JPMorgan haben die Gewinnschätzungen für den Versicherungskonzern leicht reduziert. Für 2013 erwarten sie zudem nun eine niedrigere Dividende. Die Einstufung mit "Neutral" und das Kursziel 32 Euro bestätigten sie hingegen. Die Analysten von Nomura haben zudem die am Dienstag veröffentlichten Quartalsergebnisse des Versicherers als wenig überraschend bewertet.