Wiener Börse startet schwächer

ATX sinkt 0,26 Prozent

Wiener Börse startet schwächer

Wirtschaftsstimmung in Frankreich und Deutschland besser

Die Wiener Börse ist am Dienstag mit etwas tieferer Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.284,91 Punkten nach 2.290,53 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 5,62 Punkten bzw. 0,25 Prozent.

Die Wiener Börse startete nach einem freundlichen Wochenauftakt ähnlich den übrigen Handelsplätzen Europas nur wenig bewegt. Am Vortag hatte die Nachricht über die im November verbesserte Stimmung deutscher Unternehmen auch den ATX gestützt. Dieser Effekt sei mittlerweile verpufft, begründen Händler die wenig bewegte Frühhandelstendenz. Wie in der Früh bekannt wurde, hat sich im November laut dem Statistikamt Insee auch in Frankreich die Unternehmerlaune - überraschend deutlich - aufgehellt, was jedoch keinen wesentlichen Impuls auslöste.

Mehr Bewegungspotenzial dürften am Nachmittag anstehende US-Konjunkturdaten bringen: Dann werden unter anderem eine Detailschätzung zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal sowie Konsum- und Immobiliendaten veröffentlicht. Die Analysten der Helaba sehen bei der ersten Revision des US-Bruttoinlandsprodukts die Möglichkeit, dass dieses "nach unten korrigiert" wird. Beim ebenfalls anstehenden Verbrauchervertrauen für November sehen sie aufgrund des jüngst hohen Niveaus kaum positives Überraschungspotenzial.

An der Wiener Börse setzt die Berichtssaison ihre Pause fort, die nächsten Quartalszahlen folgen von den Immobilienkonzernen Conwert und CA Immo. Beide Werte zeigten sich im Vorfeld ohne größere Kurssprünge: Conwert tendierten kaum verändert bei 9,45 Euro, CA Immo verloren 0,49 Prozent auf 15,26 Euro.

Ansonsten waren Unternehmensnachrichten spärlich gesät. Telekom Austria tendierten mit minus 0,20 Prozent bei 5,42 Euro. Am Vorabend hatte der Konzern den Abschluss seiner Kapitalerhöhung bekanntgegeben. Demnach werden sich die Nettoerlöse der Transaktion auf rund 997 Mio. Euro belaufen.

Europaweit zeigten sich Werte aus der Öl- und Gasbranche im Vorfeld der vielbeachteten OPEC-Ölkartellsitzung am Donnerstag unter Druck. Auswahlaktien der Branche fielen im Euro-Stoxx-600 um 1,5 Prozent, in Wien rutschten OMV mit minus 1,54 Prozent auf 24,91 Euro ans untere Ende des ATX. Hingegen knüpften Raiffeisen mit plus 1,81 Prozent auf 16,34 Euro an den positiven Bankbranchentrend und ihre freundliche Vortagestendenz an, Erste Group (plus 0,19 Prozent) hinkten dem etwas hinterher.

Der ATX Prime notierte bei 1.141,77 Zählern und damit um 0,17 Prozent oder 1,97 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 14 Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 366.926 (Vortag: 393.163) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 11,254 (11,44) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.