Sanjeev KANORIA / Hypo Alpe Adria

Neuer Name

Hypo wird zur "Austrian Anadi Bank"

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Namensgebung soll Verbindung zwischen Indien und Österreich hervorheben.

Die Hypo Österreich, die im vergangenen Dezember an den britisch-indischen Investor Sanjeev Kanoria verkauft worden ist, wird künftig "Austrian Anadi Bank" heißen. Der neue Name wurde am Donnerstag von Kanoria und Bankvorstand Martin Czurda in Klagenfurt der Öffentlichkeit präsentiert. Kanoria erklärte, die Namensgebung solle die Verbindung zwischen seiner Heimat Indien und Österreich hervorheben.

Im Untertitel kommt beim neuen Logo der Schriftzug "... your bank since 1896" dazu, das Logo ist in purpur-violett gehalten. "Das ist die Farbe der Blüte der Wulfenia, die in Kärnten und auch im Himalaja wächst", erklärte Kanoria. Die Wulfenia sei auch als Symbol gut geeignet, da sie unter widrigen Umweltbedingungen gedeihen könne und auch jedem Schlechtwetter trotze. Anadi ist der Name der Holding, über die die Familie Kanoria die Bank gekauft hat. "Er bedeutet auf Hindi so viel wie 'ewig' oder 'unendlich', aber auch 'Gott', das unterstreicht noch die langfristigen Absichten unseres Engagements."

In einigen Wochen
Die offizielle Umbenennung der Bank erfolgt erst in einigen Wochen. Man habe eine vorläufige rechtliche Genehmigung erhalten, die formalen juristischen Prozesse würden aber noch dauern. Danach geht es an die Umgestaltung der Filialen, die laut Czurda "zwei bis vier Monate" in Anspruch nehmen wird. Begonnen wird mit der Zentrale in der Klagenfurter Domgasse, mit den Arbeiten sollen vorwiegend Kärntner Unternehmen beauftragt werden. Die genauen Kosten wollte Czurda nicht nennen, er meinte aber, trotz sparsamster Vorgangsweise werde es "mehr als eine Million Euro" kosten.

Kanoria bekräftigte die Ankündigungen des Managements, dass man nicht an das Zusperren von Filialen oder den Abbau von Mitarbeitern denke. Er will im Gegensatz dazu die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Indien und Österreich verbessern. Auf die Frage, welches Geschäftsvolumen er sich davon erwarte, meinte er, man sei mitten darin, einen Businessplan auszuarbeiten, in diesem Stadium konkrete Zahlen zu nennen, wäre aber voreilig. Kanoria gab sich optimistisch bezüglich der Entwicklung, denn bei der Zusammenarbeit solcher Länder gebe es viele Barrieren, sprachliche, aber auch kulturelle, "und wir können diese Barrieren auf beiden Seiten einebnen".

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