ifo-Geschäftsklima so gut wie seit 2011 nicht mehr

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist trotz der Turbulenzen in vielen Schwellenländern so gut wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg im Februar überraschend den vierten Monat in Folge, und zwar um 0,7 auf 111,3 Punkte, wie das Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage unter rund 7.000 Managern mitteilte.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten eine Stagnation erwartet. "Die deutsche Wirtschaft behauptet sich in einer wechselhaften Großwetterlage", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die Unternehmen bewerteten ihre Lage erneut besser, während sie die Aussichten für die kommenden sechs Monate etwas vorsichtiger einschätzten: Das Barometer für die Erwartungen fiel um 0,6 auf 108,3 Punkte, jenes für die Lage stieg um 2,0 auf 114,4 Zähler.

Bei den Dienstleistern, in der Baubranche und im Großhandel trübte sich das Klima ein, dagegen hellte es sich im Einzelhandel und in der Industrie auf. Die Exportaussichten der Industrie wurden allerdings auch wegen der schwierigen Lage in großen Schwellenländern wie Brasilien nicht mehr ganz so optimistisch gesehen.

Ökonomen sehen Europas größte Volkswirtschaft im Aufwärtstrend. "Die optimistischen Erwartungen der letzten Monate waren nicht unbegründet", sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle zu der deutlich verbesserten Geschäftssituation. "Das ist die eigentlich gute Nachricht."

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