Spritpreisbremse

IHS-Experte zu Versorgungssicherheit von Diesel und Benzin

IHS-Experte Dr. Sebastian Koch nennt Österreichs Spritpreisbremse ein interessantes Experiment und spricht über Versorgungssicherheit von Diesel und Benzin. 

Der renommierte Ökonom Dr. Sebastian Koch vom Institut für Höhere Studien (IHS) sagt am Freitag gegenüber oe24: "Die Spritpreisbremse setzt sich aus zwei Teilen zusammen und es wird interessant sein zu beobachten, wie sie sich auswirken wird."

Budget gegen Inflation ausgespielt

Der erste Teil der Spritpreisbremse lautet: "Budget gegen Inflation." Der Staat verzichtet auf 5 Cent Mineralölsteuer pro Liter. "Das schadet dem Budget, wo die Einnahmen fehlen, aber es hilft dabei, die Inflation zu drücken." Denn wenn die Preise etwas niedriger sind, ist es auch die Inflation.

Es geht um Versorgungssicherheit  

Beim zweiten Teil der Spritpreisbremse geht es um die Margenbeschränkung der Konzerne. "Bei den Raffinerien haben sich die Margen teils verdreifacht", sagt Koch gegenüber oe24. Hier sollen weitere 5 Cent Senkung herkommen. Hier sieht der Ökonom die Spritpreisbremse  als ein interessantes Experiment an.

Denn Koch gibt zu bedenken: "Bei staatlichen Preiseingriffen geht es immer auch um die  Versorgungssicherheit." Also ob weiterhin genug Diesel und Benzin angeboten werden. Wo beginnt diese Versorgungssicherheit, gefährdet zu sein? "Ist es bei 10 Cent, schon bei 5 Cent oder sogar 1 Cent?", fragt der Experte. Es sei interessant, das einmal in der Praxis zu beobachten. Auch wenn die Verordnung teils mühsame Regelungen für die Betreiber mit sich bringe lässt sie die Preise zumindest etwas sinken.

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