IHS: Wachstumshöhepunkt 2016 - danach Abschwächung

Österreich kehrt zu einem moderaten Wirtschaftswachstum zurück, das aber schwächer als vor der Krise sein wird. Höhepunkt dürfte 2016 sein, nimmt das IHS in seiner neuen 5-Jahres-Vorschau an, dann dürfte eine Verflachung kommen. Nach dem Arbeitslosen-Rekord heuer wird die Entspannung bis 2018 nur mäßig sein.

Eine aufkommensneutrale Steuerreform lasse sich relativ rasch umsetzen, während die überfällige Senkung der vergleichsweise hohen Steuer- und Abgabenquote von 45 Prozent erst "angespart" werden müsse, sagte der Leiter des Instituts für Höhere Studien (IHS), Christian Keuschnigg, am Donnerstag vor Journalisten. Auch der Schuldenabbau müsse nachhaltig und mit Tempo erfolgen, "wir müssen also sparen und investieren gleichzeitig".

Das politische Ziel eines annähernd ausgeglichenen öffentlichen Haushalts bis zum Jahr 2016 sei bei strikter Budgetdisziplin erreichbar, erklärt das IHS. "2016 oder 2017 sollte man ein strukturelles Budgetdefizit von nur einem halben Prozent des BIP schon erfüllen können", meinte IHS-Prognosespezialist Helmut Hofer. Nötig seien freilich weitere fiskalische und regulatorische Reformschritte, um das Wachstumspotenzial der heimischen Wirtschaft zu stärken.

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