Große Re/Max-Studie

Immo-Makler: "2025 war ein Rekordjahr bei Wohnungsverkäufen"

Im Jahr 2025 gab es 17.000 Immo-Deals mehr als im Vorjahr, für die Immo-Makler von Re/Max war es sogar das beste Jahr. Die Preise sollen weiter steigen: Für Miete wie auch für Kauf.

263.639 Euro zahlte man im ersten Halbjar 2025 im Österreich-Schnitt für eine Eigentumswohnung, das sind um +2,8% mehr als im Vorjahreszeitraum. "Das liegt unter der Inflation", sagen die Immo-Profis vom Makler-Netzwerk Re/Max in einem Pressegespräch zu oe24. 

Rekord geknackt

Re/Max verkaufte 2025 um 20% mehr Immobilien als im Vorjahr, ein neuer Rekord. 2,76 Milliarden Euro betrug der Transaktionswert (+23%). 2025 war das beste Umsatzjahr aller Zeiten für das Unternehmen mit 650 Makler in Österreich. Man machte rund 12% mehr Umsatz als im bisherigen Rekordjahr 2022. 

Österreichweit noch von Hochstand 2021 entfernt

Insgesamt ist der Immo-Markt in ganz Österreich bei den Verkäufen noch um 50.000 Einheiten vom Rekordjahr 2021 entfernt, dem letzten Jahr vor den Zinssteigerungen durch die EZB. Mittlerweile sind die Zinsen etwas zurückgegangen, aber immer noch höher als 2021.

Re/Max

Immo-Käufe 2012 bis 2025 in Österreich.

© Re/Max

Es gab im Jahresvergleich deutlich mehr Verkäufe.

Der Wert der Immo-Transaktionen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr auch gestiegen.

Wert der Immobilientransaktionen.

Wert der Immobilientransaktionen.

© Re/Max

• Mehr Transaktionen und Volumen auf dem Markt.
• Leicht steigende Preise für gebrauchte Wohnimmobilien zum Kauf.
• Spürbar steigende Mieten bei freiem Mietzins.
• Stabiles Zinsniveau und hohe Baukosten.

Preise steigen in allen Bundesländern

Der Österreichschnitt für Kauf-Eigentumswohnungen beträgt laut Re/Max heuer 3,5 %. Mietwohnungen dürften heuer um 4% teurer werden.

Preisprognose für 2026.

Preisprognose für 2026.

© Re/Max

Wer kaufen will, solle heuer noch kaufen, rät Re/Max. Bis Mitte des Jahres gilt noch eine Gebührenbefreiung (Eintragung ins Grundbuch) beim Wohnungskauf. 

Sollte man eine gebrauchte Eigentumswohnung kaufen wollen, sollen unbedingt die Protokolle der letzten Wohnungseigentümer-Versammlungen gelesen werden. Alle Zahlen und Fakten gibt im März im Re/Max-Immospiegel. Die Immo-Preise zeigen derzeit nach oben. 

Re/Max-Chef Bernhard Reikersdorfer beantwortet oe24 die Frage zur Preisprognose bis 2028 wie folgt: "Grundsätzlich 2026 werden Preissteigerungen von 3,5% über ganz Österreich erwartet. 2027 und 2028 werden die Preise über diesen Prozentsatz hinaussteigen. Warum? Weil die geringe Neubautätigkeit der letzten Jahre sich auswirken wird. Das Angebot wird knapper werden. Bei gleichbleibender Nachfrage steigen deshalb die Preise."

Re/Max-Chef Bernhard Reikersdorfer

Re/Max-Chef Bernhard Reikersdorfer 

© Re/Max

Am Immo-Markt erwarten die Experten im neuen Jahr Bewegung.

  • Bei allen Immobilientypen steigen Nachfrage und Angebot wieder an. Die Preise ziehen bei allen Immobilientypen moderat – im Rahmen der Inflationsrate – an.
  • Nachfrage und Angebot steigen am stärksten im oberen Preissegment, die Preise dagegen im unteren.
  • Die Nachfrage nach Mietwohnungen steigt stärker am Stadtrand, gefolgt von Landgemeinden und erst danach in zentralen Lagen. Bei Eigentumswohnungen ist die Nachfrageveränderung in allen drei Lagen nahezu gleich steigend.
  • Die Preisentwicklung für Mietwohnungen (Neuvermietung mit freiem Mietzins) folgt wie bei den Eigentumswohnungen dem gewohnten Schema: Zentrale Lagen vor Stadtrand und Landgemeinden. Dabei legen die Mietzinse minimal stärker zu als die Kaufpreise.
  • Bei Einfamilienhäusern steigen sowohl Angebot als auch Nachfrage und Preise erkennbar in Höhe der Inflationsrate des abgelaufenen Jahres.
  • Baugrundstücke verbreiten Hoffnung auf eine verbesserte Baukonjunktur: Angebot und Nachfrage steigen, auch die Preise, diese sogar schneller als jene der Einfamilienhäuser.
  • Gewerbeimmobilien: Die Prognose für 2026 ist zwar allgemein gedämpfter als bei den Privatimmobilien, jedoch ist deutlich erkennbar, dass Betriebsgrundstücke, Gewerbeobjekte, Ladenlokale und Büroflächen sowohl bei der Nachfrage als auch beim Angebot und auch beim Preis „zurückkommen“, also besser abschneiden werden als 2025.

Vor allem das niedrigere Zinsniveau, die temporären Befreiungen von Gebühren für die meisten Grundbucheintragungen, wie auch gewisse psychologische Gewöhnungseffekte haben die positive Entwicklung im Jahr 2025 spürbar gestützt. Damit kam es zu einer leichten Erholung des heimischen Immobilienmarktes. Dies zeigen auch die Verbücherungszahlen bei den Grundbuchsgerichten im Vergleich zu 2024 deutlich. 2025 wurden laut Hochrechnung um ca. 16 % mehr Immobilien verbüchert als noch im Jahr zuvor

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