674 Gläubiger

Quester-Insolvenz: 9 weitere Filialen müssen schließen

Kampf um Fortführung des Unternehmens - weitere 64 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs

Beim Insolvenzverfahren der Wiener Quester Baustoffhandel GmbH fand heute die Prüfungstagsatzung beim Handelsgericht Wien statt. Neun Standorte sind mittlerweile geschlossen, die angemeldeten Forderungen der 674 Gläubiger in dem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung liegen bei 55 Mio. Euro, teilte die Creditreform am Donnerstag mit. Demnach wurden 12 Mio. anerkannt und 43 Mio. Euro bestritten, wobei diese teilweise noch geprüft werden und mit Anerkennungen zu rechnen sei.

Baustelle
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163 Jobs mittlerweile gestrichen

Die Fortführung des Unternehmen verlaufe positiv. Über den angebotenen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent stimmen die Gläubiger am 5. Februar 2026 ab. Die Sanierung soll durch den Einstieg eines Investors sowie aus dem operativen Betrieb finanziert werden. Von 18 Filialen wurden bereits neun geschlossen, rechnete Stephan Mazal von Creditreform vor. Schon zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigte die Schuldnerin nur noch 320 Dienstnehmer von ursprünglich 421. Durch die Standortschließungen werden weitere 64 Dienstverhältnisse beendet.

Konkurs im November angemeldet

Der Traditionsbetrieb war Anfang November des Vorjahres insolvent geworden. Der Schuldenberg habe damals rund 50 Mio. Euro betragen, so Kreditschützer. Dem gegenüber stand ein Vermögen, das bei einer Fortführung des Unternehmens auf 13 Mio. Euro geschätzt wurde, bei einem Konkurs würden diese Aktiva jedoch auf 7,5 Mio. Euro schrumpfen, wie es im Vorjahr hieß.

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