Industrieverband rechnet mit BIP-Rückgang von 2,4 Prozent in Italien

Italiens Industrielle sehen kein Ende der Rezession. Nach Angaben des Chefs des italienischen Unternehmerverbands Confindustria, Giorgio Squinzi, wird Italiens Bruttoinlandprodukt (BIP) bis Jahresende um 2,4 Prozent schrumpfen. "Vielleicht wird der Rückgang noch stärker sein. Ich sehe keine Besserung der Wirtschaftslage in der zweiten Jahreshälfte", kommentierte Squinzi.

Italiens Zentralbankchef Ignazio Visco hatte am Wochenende betont, er rechne mit einem Schrumpfen der Wirtschaft um zwei Prozent statt wie bisher um 1,5 Prozent. Erste Anzeichen für eine Erholung dürften Ende des Jahres wahrnehmbar sein. Die Sparprogramme von Regierungschef Mario Monti lobte er als richtige Schritte.

Italien steckt seit Mitte 2011 in einer Rezession. Die Wirtschaft wurde auch durch diverse Sparpakete belastet. Die Renditen der zehnjährigen italienischen Anleihen kletterten vergangene Woche auf mehr als sechs Prozent und verteuern damit die Refinanzierungskosten des Landes.

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