Rote Kurse

Irankrieg drückt Wiener Börse: ATX verliert

Irankrieg weiter im Fokus. Stimmung der Einkaufsmanager im Euroraum dreht auf pessimistisch.

Der Irankrieg mit all seinen weltwirtschaftlichen Störgeräuschen lässt die Finanzmärkte nicht los. Das spürt man auch an der Wiener Börse. Der Leitindex ATX fiel am Dienstagvormittag um 0,50 Prozent auf 5.234,14 Punkte. Der ATX Prime verlor ebenfalls 0,43 Prozent auf 2.602,20 Zähler. Europas wichtigste Börsen zeigten sich am Vormittag weiter uneinheitlich.

Verunsicherung  

Verunsicherung beherrschte erneut das Geschehen an den Finanzmärkten, jedoch soll es Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges gegeben haben. Der Iran dementierte jedoch jegliche Gespräche. Heute wurde bereits wieder ein iranischer Raketenangriff auf Tel Aviv gemeldet.

Auf dem Programm standen heute außerdem Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager im gemeinsamen Währungsraum, die wie schon erwartet aufgrund des Irankriegs eine deutliche Eintrübung der Stimmung zeigen.

In Österreich richtete sich der Blick unternehmensseitig auf die Austriacard Holding, die gestern nach Börsenschluss Zahlen vorgelegt hat. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, 2025 weniger verdient zu haben. Die Umsatzerlöse sanken um 8,2 Prozent auf 360,2 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern ging um 15,6 Prozent auf 16,2 Mio. Euro zurück, teilte das Unternehmen mit. Das Management schlägt eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. Austriacard Holding wurden heute noch nicht gehandelt.

Analysten der Berenberg Bank haben das Kursziel für den Ölfeldausrüster SBO von 31,0 auf 32,0 Euro hinaufgesetzt. Das Votum "Hold" wurde beibehalten. SBO veröffentlichte am 19. März die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025, die im Großen und Ganzen den vorläufigen Ergebnissen entsprachen, sowie eine vorgeschlagene Dividende von 0,75 Euro je Aktie, hieß es in der aktuellen Studie. SBO notierten in der Früh mit minus 1,6 Prozent bei 33,90 Euro.

Analysten der Baader Bank haben heute ihre Einschätzung für Semperit bestätigt und das Kursziel bei 17,50 Euro belassen. Ebenso blieb das Votum "Buy" aufrecht. Die Experten begründen das damit, dass Semperit selbst dank schlankerer Strukturen, Kostendisziplin und Innovationskraft bei einer nur moderaten Markterholung ein überproportionales Wachstumspotenzial erwartet. Semperit bauten bisher 0,27 Prozent auf 14,84 Einheiten ab.

Bisher sind AT&S im ATX Prime-Segment mit minus 5,3 Prozent die größten Verlierer. Auch die schwergewichteten Banken fanden sich im Minus: Raiffeisen Bank International (RBI) lagen bei minus 1,5, Erste bei minus 0,9 und BAWAG bei minus 0,6 Prozent.

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