Leitl ortet Einsparungspotenzial von 400 Mio. Euro

Pauschale gefordert

Leitl fordert Vereinfachung bei Lohnnebenkosten

Geht es nach WKÖ-Präsident Leitl, soll es künftig in Österreich zu einer "radikalen Vereinfachung" der Berechnung von Lohnnebenkosten kommen: "Wir fordern einen einzigen Pauschalsatz statt wie derzeit 360 Beitragsgruppen." Der Präsident ortete durch die Reform ein Einsparungspotenzial von 400 Mio. Euro jährlich.

Die Mittel aus der vereinfachten Lohnnebenkostenberechnung sollten dann - anders als bisher - an nur einer Stelle abgeführt werden. Durch den Wegfall von Bürokratie und von Aufwand würde Zeit und Geld gespart. Die Betriebe würden mit 150 Mio. Euro und der Staat mit 250 Mio. Euro entlastet werden, erklärte Leitl.

Er sei sich zwar bewusst, dass gewachsene Systeme nicht einfach zu reformieren seien. "Das System ist aber zu einer Hydra mit 400 Köpfen geworden", so Leitl. Es reiche nicht mehr, bloß den einen oder anderen Kopf abzuschlagen. Bei der Reform gehe es nicht um weniger Lohnnebenkosten, sondern um weniger Bürokratie, betonte Leitl. Der Vorschlag wird nun von Experten geprüft und bearbeitet.

Für die anstehende Wirtschaftskammer-Wahl ist Leitl im übrigen optimistisch. "Mein Wahlziel heißt: Alle Neune", sagte er in Anspielung auf die geplante Wiedereroberung aller neun Länderkammer-Präsidentensessel durch den Wirtschaftsbund.