Lloyds bringt Tochter unter Buchwert auf den Markt

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Die britische Großbank Lloyds stößt die Tochter TSB unter Buchwert ab. Die Bank setzte am Montag die Preisspanne je TSB-Aktie auf 220 bis 290 Pence fest. Damit würde die Firma im Mittel mit 1,3 Mrd. Pfund (1,6 Mrd. Euro) bewertet. In den Büchern steht sie mit 1,6 Mrd. Pfund.

Grund für den niedrigen Preis ist Analysten zufolge das abgeflaute Interesse von Investoren in London an neuen Aktien. Zu Jahresbeginn hatten zahlreiche Unternehmen den Sprung auf das Parkett gewagt.

Der Ausgabepreis soll am 20. Juni bekanntgegeben und die Aktien anschließend am selben Tag das erste Mal gehandelt werden. Lloyds bringt zunächst nur ein Viertel der Anteile an die Börse. Es wird erwartet, dass sich die Bank insgesamt in drei bis vier Schritten von der Tochter trennt.

Lloyds muss TSB auf Geheiß der EU abstoßen. Die Großbank war in der Finanzkrise auf staatliche Hilfe angewiesen. TSB ist mit 631 Filialen und 4,5 Millionen Kunden die Nummer sieben in der britischen Banken-Branche. Die 200 Jahre alte Marke steht für sechs Prozent des Filialgeschäfts in Großbritannien.

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