Konzessionen

Lotterien-Hammer: Post steigt aus Poker aus

Einige Glücksspielanbieter haben sich bereits auf die anstehende Vergabe von Konzessionen für die heimischen Lotterien und das Online-Gambling in Stellung gebracht.

Die teilstaatliche Post, die in einem Konsortium mit Brightstar Lottery um die Konzession mitbieten wollte, hat sich laut Medienberichten mittlerweile wieder zurückgezogen. Für die ebenfalls teilstaatlichen Casinos Austria mit den Lotterien fällt damit ein Konkurrent weg.

Die Konzessionen für Lotto und Online-Gambling laufen Ende 2027 aus. Unter anderem will sich mit Brightstar Lottery der größte Lotteriebetreiber um die Konzession bewerben. Als österreichischen Partner angelte sich das Unternehmen die Post, an der die Staatsholding ÖBAG mit 52,8 Prozent beteiligt ist. Die Post ist bereits jetzt ein Vertriebspartner der österreichischen Lotterien.

Für die Casinos Austria (Casag) trägt die Beteiligung an den Lotterien und damit am Online-Gambling wesentlich zum Erfolg des Glücksspiel-Unternehmens bei. Das Betriebsergebnis der Lotterien belief sich 2024 auf 157 Mio. Euro, während das Gesamtergebnis der Casino-Gruppe auf 24 Mio. Euro sank. Dementsprechend wichtig ist es für die Casag, auch weiterhin am Lotteriegeschäft beteiligt zu sein. Mehrheitseigentümer an den Casinos ist der tschechische Glücksspielkonzern Allwyn, die Staatsholding ÖBAG hält aber auch ein Drittel der Anteile. Und im Syndikatsvertrag mit Allwyn steht laut "Kurier", dass innerhalb der ÖBAG-Beteiligungen nur die Casag das Recht auf Glücksspiel hat. Bei einer Beteiligung der Post an dem Konsortium wären rechtliche Schwierigkeiten vorprogrammiert gewesen.

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