Run auf Porsche-Aktien: Börsengang vielfach überzeichnet

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Run auf Porsche-Aktien: Börsengang vielfach überzeichnet

Schon kurz nach dem Start der Zeichnungsfrist am Dienstag meldete eine der begleitenden Banken, die Bücher seien ''über die ganze Preisspanne vielfach überzeichnet''.

Die Investmentbanken verzeichnen einen regelrechten Run auf die Aktien der an die Börse strebenden Porsche AG. Schon kurz nach dem Start der Zeichnungsfrist am Dienstag meldete eine der begleitenden Banken, die Bücher seien "über die ganze Preisspanne vielfach überzeichnet".

Erstnotiz am 29. September

Die Konzernmutter Volkswagen bietet noch bis zum 28. September 113,9 Millionen Porsche-Vorzugsaktien in einer Preisspanne von 76,50 bis 82,50 Euro an. Die Erstnotiz der Porsche-Aktien an der Frankfurter Börse soll am 29. September erfolgen.

Mit einem Emissionsvolumen von 8,7 bis 9,4 Milliarden Euro wäre der Stuttgarter Sportwagenbauer damit der größte Börsengang in Deutschland seit 25 Jahren. Insgesamt werden knapp 114 Millionen Aktien ausgegeben. Darin enthalten sind fast 15 Millionen Papiere für eine mögliche Mehrzuteilung, wie VW mitteilte. 

Mit dem Erlös plant VW weitere Milliarden-Investitionen in Elektromobilität und Digitalisierung.

Katar und Norwegen-Staatsfonds dabei

Für 40 Prozent des Emissionsvolumens hatte sich Volkswagen bereits im Voraus feste Zusagen von institutionellen Großinvestoren geholt. So will sich Katar laut VW mit knapp 5 Prozent eindecken. Das Golf-Emirat ist schon drittwichtigster Aktionär des Gesamtkonzerns. Ein weiterer Ankerinvestor des Porsche-Börsengangs ist der norwegische Staatsfonds, in dem die Zentralbank in Oslo die Einnahmen aus den Öl- und Gasvorkommen des Landes verwaltet und für künftige Generationen mehren will. Daneben steigen die US-Fondsgesellschaft T. Rowe Price und die staatliche Investmentgesellschaft ADQ aus Abu Dhabi bei den Stuttgartern ein.

Auch Privatanleger aus Österreich

Auch Privatanleger in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien sollen einen Teil der Porsche-Aktien erwerben können. Anleger müssen dafür laut Porsche die Anzahl der Aktien angeben, die sie zeichnen wollen und den Preis pro Aktie nennen, den sie maximal zahlen wollen. Nach Ende der Zeichnungsfrist werde dann der Preis festgelegt und die Papiere abhängig von Zahlungsbereitschaft und Nachfrage zugeteilt.