Am Donnerstag soll die Spritpreisbremse gelten. Heute Mittag wurde nochmals kräftig erhöht.
Viele klagen bereits jetzt über sehr hohe Diesel- und Super-Preise. Und der Preisanstieg an den Tankstellen geht weiter. Am Mittwoch haben die Preise erneut angezogen. oe24.TV hat den Moment eingefangen, wo an einer BP-Tankstelle im 1. Bezirk in Wien erhöht wurde.
Nochmal draufgeschlagen
Dort stieg der Dieselpreis von 2,259 um 3 Cent auf 2,289 Euro pro Liter. Super wurde sogar um 6 Cent erhöht und kostet jetzt 1,959 - immerhin noch unter der magischen 2-Euro-Preisschwelle, die man beim Diesel längst geknackt hat. Und gegen die auch die Spritpreisbremse nichts nützen wird.
So wirkt die Spritpreisbremse
Die Verordnungen zur Spritpreisbremse treten am Mittwoch in Kraft und die angekündigten Preissenkungen um 10 Cent je Liter greifen ab 2. April, Mittag. Der Rabatt von 10 Cent kommt zu je 5 Cent aus einer Senkung der Mineralölsteuer und einem "Eingriff in die Gewinnmargen der Mineralölfirmen". Sofort wirksam wird die Bremse an Tankstellen, die zu den großen Spritmultis gehören wie OMV, Shell, BP. Diese Tankstellen müssen am Donnerstagmittag die Preise runtersetzen.
Bei der BP im 1. Bezirk dürfte der Diesel nach der Bremse dann 2,189 Euro pro Liter kosten. Der Benzin dann 1,859 Euro pro Liter bei dieser Tankstelle.
Kleine Tankstellenbetreiber (nicht mehr als 30 Filialen) sind ausgenommen von der Verordnung. Überwacht wird die Umsetzung von der E-Control. Sie prüft, dass die Preise nicht mehr stärker steigen als die internationalen Produktnotierungen.
Solange der Iran-Krieg weiter tobt, dürfte Sprit deutlich teurer werden. Und auch danach wird es Monate dauern, die Raffinerien und Ölförderstätten am Persischen Golf wieder hochzufahren. Wenn der Iran die Straße von Hormus dann freigibt. Geplant wird vom Regime, eine Maut einzuheben. Klar ist: Schnell werden die Spritpreise nicht sinken, es wird eher teurer. Auch wenn die Regierung ab Donnerstag die 10-Cent-Bremse durchsetzt.