Zum zweiten Mal meldet die Deko-Kette Depot Insolvenz an. 150 Filialen in Deutschland und 30 in Österreich stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Die bekannte Deko-Kette Depot kommt nicht zur Ruhe. Sie ist innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal pleite. Beim Amtsgericht Aschaffenburg hat das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.
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Das Gericht hat die Anordnung bestätigt. Somit behält Geschäftsführer Christian Gries seinen Posten. Nun agiert er aber unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters. Laut "Lebensmittel Zeitung" wurde zum vorläufigen Sachwalter der Frankfurter Rechtsanwalt Thomas Rittmeister ernannt. Er soll die Interessen der Gläubiger überwachen.
Temu und geringe Kaufkraft schuld an der Pleite.
Gries nannte einige Gründe für die Insolvenz. Einerseits werden Online-Plattformen wie Temu immer beliebter, und andererseits geben Kunden heute weniger aus. Der Unternehmer erklärt: "Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise."
Gries zeigt sich aber kämpferisch: "Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten." Jedoch rechnet er mit weiteren Schließungen. Eine genaue Zahl wird nicht genannt.
2022 musste Depot schon Insolvenz anmelden. Damals wurde das Filialnetz von über 400 Geschäften auf rund 150 in Deutschland und 30 in Österreich verringert. Wie interne Unterlagen zeigen, machen rund 30 Filialen noch immer Verluste.