Rupert Murdoch kann zufrieden sein

Murdochs Medienreich News Corp. setzt auf "Avatar"

Der US-Medienkonzern stellt sich nach dem durchschlagenden Erfolg seines 3D-Filmspektakels "Avatar - Aufbruch nach Pandora" auf einen Geldsegen ein. An den Kinokassen hat der Science-Fiction-Streifen bereits "Titanic" als kommerziell erfolgreichsten Streifen weltweit abgelöst und ist nun ist für neun Oscars nominiert.

"Wir werden die DVD so schnell wie möglich herausbringen", sagte Konzernchef Rupert Murdoch am späten Dienstag in New York. Bis zur Jahresmitte wird nach seinen Worten der Großteil der Einnahmen fließen.

"Wir sind aus der Krise als überlegener Inhalteanbieter hervorgegangen", sagte Murdoch. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 % auf 8,7 Mrd. Dollar. Der Gewinn fiel unterm Strich jedoch wegen eines teuren Rechtsstreits mit 254 Mio. Dollar bescheiden, aber höher als erwartet aus.

Vor einem Jahr hatte News Corp allerdings noch einen Rekordverlust von 6,4 Mrd. Dollar eingefahren wegen massiver Abschreibungen unter anderem auf den übernommenen Dow-Jones-Konzern. Seitdem hat sich die News Corp. wieder aufgerappelt.

Multimilliardär Murdoch kämpft gegen die verbreitete Gratismentalität im Internet und will Inhalte seiner Tochterfirmen nur noch gegen Geld hergeben. So schränken seine Zeitungen nach und nach ihre kostenlosen Angebote ein. "Der Wert der Inhalte ist jetzt klar", sagte Murdoch. Er verspricht sich vor allem durch die wachsende Zahl der internetfähigen Handys gute Geschäfte.

Zu dem Konzern gehört das Filmstudio 20th Century Fox, die Fernsehsender-Kette Fox, Zeitungen wie das "Wall Street Journal" oder das britische Boulevardblatt "Sun" sowie Buchverlage. Auch der Bezahlsender "Sky Deutschland" - ehemals Premiere - ist Teil von Murdochs Medienreich.