Britische Tochter insolvent

"Reader's Digest" entkommt der Insolvenz

Der US-Verlag "Reader's Digest" hat den Neuanfang geschafft. Dank eines massiven Schuldenabbaus endete die sechsmonatige Insolvenz am Montag. "Dies ist ein ganz wichtiger Tag für unser Unternehmen", sagte Konzernchefin Mary Berner am Sitz in Pleasantville (US-Bundesstaat New York).

Das Verlagshaus war 2007 von der US-Investorengruppe Ripplewood für insgesamt 2,4 Mrd. Dollar (1,76 Mrd. Euro) gekauft worden. Der Schuldenberg war bereits damals hoch. Die Wirtschaftskrise und in deren Folge das rückläufige Anzeigengeschäft war schließlich zu viel für "Reader's Digest". Das Verlagshaus meldete im August in den USA Gläubigerschutz nach Kapitel 11 an.

"Reader's Digest" ist nach eigenen Angaben die meistgelesene Zeitschrift der Welt. Sie erscheint weltweit in 50 Ausgaben. Zu dem Verlagshaus gehören weitere Magazine, Internetangebote, Bücher, Musik und Videos.

Erst vor einer Woche hatte die britische Tochtergesellschaft Insolvenz anmelden müssen, weil sie die Pensionen nicht mehr alleine tragen konnte. In Deutschland wird "Readers Digest" in Stuttgart herausgegeben. Die Gesellschaft war zu keinem Zeitpunkt von der Insolvenz betroffen.