Reisepass nicht dabei? Künftig könnte das kaum noch ein Problem sein. Ein großes Update macht die ID Austria zur Grundlage einer europaweiten Digital-Lösung und soll das Reisen innerhalb der EU deutlich einfacher machen.
Das Smartphone entwickelt sich damit immer mehr zur zentralen Schaltstelle für persönliche Dokumente. Die EU arbeitet derzeit intensiv an einer eigenen Identitäts-App, die auf der bestehenden ID Austria aufbaut.
- Amazon & Apple planen Handy-Netz aus dem All – bald Empfang überall möglich?
- In diesen Ländern drohen Touristen hohe Handy-Kosten
- E-Card gibt es ab sofort auch auf dem Handy
Dieses sogenannte „EUDI-Wallet“ soll es ermöglichen, wichtige Unterlagen wie Reisepass, Führerschein oder auch Tickets direkt am Handy zu speichern. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen, Kontrollen zu beschleunigen und Reisen komfortabler zu gestalten.
Digital unterwegs in ganz Europa
Wer innerhalb der EU reist, soll sich künftig unkompliziert digital ausweisen können, etwa am Flughafen, im Hotel oder bei Behördengängen im Ausland. Die Anwendung funktioniert dabei wie eine sichere digitale Geldbörse, in der persönliche Daten geschützt hinterlegt sind. Österreich spielt bei dieser Entwicklung eine zentrale Rolle, da die ID Austria als Vorbild für die europäische Umsetzung dient.
Ausbau im Hintergrund läuft
Schon jetzt wird die ID Austria für Online-Identifizierungen und digitale Amtswege genutzt. In den kommenden Monaten soll sie schrittweise zur umfassenden digitalen Brieftasche weiterentwickelt werden. Ähnliche Systeme entstehen parallel auch in anderen EU-Ländern, um ein einheitliches Netzwerk zu schaffen.
Freiwillig und streng geschützt
Trotz der neuen Möglichkeiten bleibt die Nutzung freiwillig. Klassische Ausweise behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Gleichzeitig steht der Datenschutz im Fokus: Sensible Informationen sollen besonders gut abgesichert werden und nur für klar definierte Zwecke zum Einsatz kommen.