1.80€ pro Stunde

Millionenprojekt soll Arbeiter ausgebeutet haben

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Beim Bau des neuen amerikanischen Konsulats in Mailand sollen Dutzende Arbeiter zu Hungerlöhnen beschäftigt worden sein.
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Im Zentrum der Vorwürfe steht das US-Bauunternehmen Caddell Construction, das am Bau des rund 350 Millionen Dollar teuren Konsulats beteiligt ist. Laut Berichten sollen ausländische Arbeitskräfte mit fairen Löhnen angeworben worden sein. Tatsächlich blieb einigen nach Abzügen für Unterkunft und Verpflegung aber deutlich weniger Geld übrig als versprochen.

70 Arbeiter betroffen

Betroffen sein sollen rund 70 Mitarbeiter, die überwiegend aus Indien stammen. Einige von ihnen sollen sechs Tage pro Woche jeweils zehn Stunden gearbeitet haben. Nach Abzug verschiedener Kosten sollen manche Arbeiter nur rund 500 Euro pro Monat erhalten haben.

Besonders brisant: In Mailand liegt der Mindestlohn für Bauarbeiter laut zuständiger Sozialkasse bei 13,39 Euro pro Stunde.

Manager festgenommen

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Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Arbeitsausbeutung. Zwei Manager wurden bereits festgenommen. Einer soll am Flughafen bei der Ausreise gestoppt worden sein, der andere stand laut Ermittlern kurz vor einer Flucht.

Unternehmen weist Vorwürfe nicht zurück

Das Unternehmen erklärte, man setze sich für eine faire Behandlung und Bezahlung der Beschäftigten ein und wolle mit den Behörden zusammenarbeiten.

Die Arbeiten am Konsulat werden unter gerichtlicher Aufsicht fortgesetzt. Den Arbeitern dürfen inzwischen keine Kosten mehr für Unterkunft und Verpflegung abgezogen werden. Zudem wurde ihre Arbeitszeit begrenzt und ihnen stehen zwei freie Tage pro Woche zu.

Der Fall sorgt weit über Italien hinaus für Aufsehen. Die Ermittler prüfen nun, ob die Arbeiter systematisch ausgebeutet wurden und wer dafür die Verantwortung trägt.

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