Merck & Co steht vor Tiermedizin-Verkauf
Derzeit ist Merck & Co mit 50 Prozent am Tiermedizinanbieter Merial, der zuletzt knapp 3 Mrd. Dollar umgesetzt hatte, beteiligt. Die andere Hälfte hält der französische Konzern Sanofi-Aventis. Das vor der Übernahme stehende Unternehmen Schering-Plough setzte inklusive der 2007 übernommenen Akzo-Nobel-Sparte Intervet zuletzt ebenfalls rund drei Mrd. Dollar mit Tiermedizin um.
Merck & Co und Sanofi lassen sich dem "FT"-Bericht zufolge derzeit von Investmentbanken beraten und seien bereits in fortgeschrittenen Gesprächen über die Zukunft Merials. Eine Entscheidung könnte in den kommenden Wochen fallen.
Bei den Verhandlungen über die Zukunft des Tiermedizingeschäfts von Merck & Co seien mehrere Varianten denkbar. Zum einem könnte der US-Pharmakonzern die Schering-Plough-Aktivitäten in Merial einbringen und dafür Geld von Sanofi erhalten. Damit würden Merck & Co und Sanofi mit ihrem Gemeinschaftsunternehmen Merial in der Tiermedizin an Pfizer vorbeiziehen.
Falls es nicht zu einem Zusammenschluss des Geschäfts kommt, könnte Merck & Co die bisherige Schering-Plough-Sparte verkaufen oder sich auch vom Merial-Anteil trennen. Bei beiden Varianten könnten sich dem Bericht zufolge Bayer, Novartis und Eli Lilly für die zum Verkauf stehenden Sparten interessieren.
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