Familienbetrieb kämpft sich gut durch die Krise

Miele Österreich trotzt der Krise mit 8 % Plus

Der Hausgerätehersteller konnte in Österreich auch im abgelaufenen Jahr deutlich wachsen. Das Unternehmen mit Sitz in Wals bei Salzburg erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 177 Mio. Euro, was einem Plus von über 8 % zum Vorjahr (163 Mio. Euro) entspricht. Im Bereich der Hausgeräte fiel das Wachstum mit 14 % geradezu Schwindel erregend aus.

Josef Vanicek, Geschäftsführer von Miele Österreich, kann sich nicht an ähnliche Sprünge erinnern. Zahlen über Gewinne oder Verluste nannte der Miele-Chef unter dem Hinweis, man sei ein Familienbetrieb, wie gewohnt nicht. Das Plus im Bereich der Hausgeräte, die immerhin 70 % des Konzernumsatzes ausmachen, sei doppelt so hoch wie am Markt insgesamt ausgefallen, so Vanicek.

Als Grund dafür nennt er, dass viele Menschen auf Geräte mit niedrigem Energieverbrauch umsteigen würden. Zudem halte der Trend zu Investitionen in den eigenen vier Wänden an. Außerdem sei dieser Bereich weniger von der Konjunktur abhängig, weil es sich um einen Ersatzbeschaffungsmarkt handle. In dieser Sparte erwartet der Miele-Chef auch für heuer Zuwächse, wenngleich die Trauben nicht mehr so hoch hängen dürften.

Bei den Gewerbegeräten betrug 2009 das Wachstum zwei Prozent. Hier gehe es vor allem um Anlagen für Krankenhäuser und Gastronomie, wo es vielfach Ausschreibungen gebe. Beim Kundendienst lag das Plus bei 4 %.

Rückläufig war das Geschäft allerdings im Werk Bürmoos, und zwar mit etwa fünf Prozent. Hier habe sich die Wirtschaftskrise bemerkbar gemacht, weil Bürmoos vor allem Zulieferer für die Werke in Deutschland sei, und natürlich habe der Markt in einigen Ländern nachgegeben.