Morgan Stanley stemmt sich gegen Flaute im Handel

Die US-Großbank Morgan Stanley läuft dem Erzrivalen Goldman Sachs zunehmend den Rang ab. Vorstandschef James Gorman präsentierte für das zweite Quartal zwar einen Verlust von 558 Mio. Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Gewinn in den Büchern gestanden hatte.

Doch das Minus war hauptsächlich bedingt durch den teuren Einstieg des japanischen Geldhauses Mitsubishi UFJ (MUFG). Zugleich fiel es dank eines unerwartet robusten Handels und florierender Geschäfte im Investmentbanking deutlich geringer aus, als am Markt befürchtet worden war. Die Erträge legten konzernweit um 17 Prozent auf 9,3 Mrd. Dollar zu.

Experten lobten die Zahlen. "Morgan Stanley ist das neue Goldman Sachs", sagte Richard Bove von Rochdale Securities. "Das wichtigste ist das Handelsgeschäft", sagte Michael Holland vom Investmenthaus Holland & Co. "Sie haben die Risiken im Griff gehabt oder hatten einfach nur Glück - oder beides." Die Morgan-Stanley-Aktie legte vorbörslich sieben Prozent zu.

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