Morgan Stanley verdient im Schlussquartal 2010 600 Mio. Dollar

Die US-Investmentbank Morgan Stanley bleibt das Sorgenkind der Branche. Sie lieferte am Donnerstag das schwächste Quartalsergebnis aller Wall-Street-Größen ab. Unterm Strich blieben im vierten Quartal lediglich 600 Mio. Dollar übrig und das auch nur, weil die Bank ihre Kasse mit dem Verkauf ihres Anteils am chinesischen Wettbewerber CICC aufgefüllt hatte. Im Vorjahreszeitraum hatte Morgan Stanley 376 Mio. Dollar verdient.

Zum Vergleich: Die Citigroup erwirtschaftete im Schlussquartal 1,3  Mrd. Dollar, Goldman Sachs 2,2 Mrd. Dollar und Branchenprimus JPMorgan sogar 4,8 Mrd. Dollar. Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren. Die Aktie stieg vorbörslich um 2 Prozent.

"Morgan Stanley hat sich in den meisten Geschäftsfeldern verbessert", sagte Bankchef James Gorman. Kein anderes Institut habe mehr Firmenzusammenschlüsse eingefädelt und Börsengänge begleitet, hob er hervor.