Ergo Versicherung

Nach Sex-Skandal

Ergo entschuldigt sich in Großformat

Der Versicherer arbeitet hart an der Wiederherstellung seines Images.

Nach dem Sex-Skandal und 14.000 fehlerhaften Riester-Verträgen hat sich die Ergo-Versicherung in großen Zeitungsanzeigen entschuldigt. Es sei eine einmalige Aktion, ehe in der kommenden Woche die zunächst zurückgefahrene Werbekampagne weitergehe, sagte ein Ergo-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Ergo war durch eine Sex-Party mit Prostituierten als Belohnung für Versicherungsvertreter in die Schlagzeilen geraten. In der Anzeige ist der Vorfall mit "Incentive-Reise nach Budapest im Jahr 2007" umschrieben. Auch "fehlerhafte Angaben auf Riester-Rente-Formularen 2005" werden erwähnt.

"Wenn Menschen Fehler machen..."
In der ganzseitigen Zeitungsanzeige heißt es in großen roten Lettern: "Wenn Menschen Fehler machen, entschuldigen sie sich. Wenn Unternehmen Fehler machen, unternehmen sie etwas dagegen. Darum tun wir beides." Das Unternehmen versichert, es arbeite intensiv an der Aufklärung der Vorwürfe. Es würden Maßnahmen ergriffen, um solche Fehler künftig zu vermeiden. Nachteile würden ausgeglichen. Eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sei beauftragt, die Sachverhalte zu untersuchen und zu beurteilen. "Ungewöhnliche Situationen erfordern eben auch ungewöhnliche Maßnahmen", sagte der Ergo-Sprecher.