Nokia hebt Gewinnprognose für Netzwerkgeschäft an

Der krisengeschüttelte Telekomausrüster Nokia blickt etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Nach dem Verkauf seiner Handy-Sparte an Microsoft ging der Betriebsgewinn in dem verbliebenen Netzwerkgeschäft im zweiten Quartal zwar um 14 Prozent auf 281 Mio. Euro zurück, wie das finnische Unternehmen mitteilte. Damit schlug sich der Bereich aber besser als von Experten erwartet.

Dank Kosteneinsparungen übertraf Nokia auch mit seiner operativen Gewinnmarge von elf Prozent die Prognosen. Die Erwartungen für das Gesamtjahr hätten sich verbessert, sagte der neue Chef Rajeev Suri.

Nokia will den Umsatz der Netzwerksparte im zweiten Halbjahr wieder steigern. In dem Vierteljahr von April bis Juni ging er jedoch noch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent zurück. Die Sparte umfasst die Produktion von Funk- und Schalttechnik sowie Software.

Nokia war mit seinem Handy-Geschäft großgeworden, geriet aber mit dem Siegeszug der Smartphones von Apple und Samsung immer mehr ins Hintertreffen. Im April ging die Sparte für 5,6 Milliarden Euro an Microsoft. Die Amerikaner wollen mit dem Bereich in zwei Jahren Geld verdienen und verordneten dem Handy-Pionier einen radikalen Sparkurs mit großem Personalabbau.

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