Nokia kann Megaverluste nicht stoppen

Der kriselnde Handy-Riese Nokia kann die Kette von Megaverlusten nicht stoppen. Im vergangenen Quartal gab es ein Minus von 1,41 Mrd. Euro, wie das finnische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Besonders schmerzhaft sind die weiterhin sinkenden Zahlen im Smartphone-Geschäft: Der Absatz der Computer-Handys fiel um 39 Prozent auf 10,2 Millionen Geräte. Der Umsatz brach um knapp ein Fünftel auf 7,5 Mrd. Euro ein, die Gewinnspanne in der für den Konzern so wichtigen Handysparte sackte auf minus 9,1 Prozent ab.

Im Vorquartal war die Marge noch bei minus drei Prozent gelegen. Im dritten Quartal rechnet das Management nun mit einem ähnlich schwachen Wert. Erneut sank auch der Durchschnittspreis, den die Finnen für ihre Handys erzielen konnten, diesmal von 62 Euro vor einem Jahr auf nun 48 Euro. Auch operativ weitete sich der Verlust aus: Nach 487 Mio. Euro fehlte nun mit 826 Mio. Euro fast doppelt so viel. An der Börse stieg die Aktie dennoch um zwischenzeitlich mehr als zehn Prozent.

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