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Neue Einmarken-Strategie

Die beiden Marken MediaMarkt und Saturn fusionieren

Adieu, Saturn: Die Elektronikhandelskette MediaMarkt stampft die Marke Saturn ein. Mit 1. Oktober soll es nur mehr die Marke MediaMarkt geben. MediaMarkt ist mit 37 Geschäften die Nummer eins am österreichischen Markt, Saturn mit 15 Märkten die Nummer zwei. Der Konzern will damit die Wettbewerbsfähigkeit steigern und der Internetkonkurrenz stärker die Stirn bieten.
 
"Sowohl MediaMarkt als auch Saturn sind wirtschaftlich sehr gesund, profitabel und stark", betonte das Unternehmen am Montag in einer Aussendung. Im September soll in Parndorf ein neuer MediaMarkt eröffnet werden.
 
Die Entscheidung, die beiden Marken zusammenzuführen, betreffe ausschließlich die österreichische Landesgesellschaft, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage. In anderen europäischen Ländern - Deutschland, Luxemburg - bleibt Saturn bestehen. Die Marke Saturn hierzulande aufzugeben, sei immer wieder einmal überlegt worden und habe nichts mit der Coronakrise zu tun. In der Zeit des Lockdowns hätten beide Marken, MediaMarkt und Saturn, online sehr gut performt.
 

Einmarken-Strategie 

Die Einmarken-Strategie scheint der Unternehmensführung für Österreich nachhaltiger, vor allem angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem reinen Online-Handel. "Der Consumer-Electronics-Markt war in den vergangenen Jahren einem großen Wandel unterzogen und ist auch weiterhin von einer unglaublichen Dynamik geprägt", heißt es in der Mitteilung. MediaMarktSaturn-Österreich-Chef Csongor Nemet will die Digitalisierung vorantreiben.
 
Für die Saturn-Kunden soll sich nichts ändern. MediaMarkt übernimmt alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden von Saturn, sämtliche Ansprüche und Verträge bleiben gültig.
 
Die deutsche Mutter der Ketten Media Markt und Saturn, die Elektronikhandelsholding Ceconomy, ist derzeit wirtschaftlich unter Druck. Die Großaktionäre Haniel und Convergenta forderten zuletzt, Ende Juni, eine neue Strategie. Haniel hatte die aus seiner Sicht zu große Abhängigkeit vom stationären Geschäft kritisiert, das Onlinegeschäft sei noch nicht stark genug.
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