Ukraine setzt bei Energiereform auf EU

Die vom Gas-Dauerstreit mit Russland betroffene Ukraine setzt bei der dringend notwendigen Modernisierung ihrer Energiewirtschaft auf Unterstützung durch die Europäische Union. "Die EU ist der wichtigste Partner in der Frage der Reform des Energiesektors", sagte Vize-Regierungschef Grigori Nemyrja in Kiew.

An diesem Freitag (24. Juli) soll in Kiew weiter über einen westlichen Überbrückungskredit für die Ukraine zur Absicherung der russischen Gaslieferungen verhandelt werden. Mit einem baldigen Erfolg wird allgemein nicht gerechnet.

Die von der Finanzkrise stark betroffene Ukraine muss etwa 3 Mrd. Euro an Moskau zahlen, um in den kommenden Monaten ihre unterirdischen Speicher mit russischem Gas füllen zu können. Damit soll im Winter die Weiterleitung in Richtung Westen gewährleistet werden.

Nemyrja machte deutlich, dass das Gastransportsystem als Teil des ukrainischen Energiesektors unverkäuflich bleibe, da es für die Souveränität des Landes unverzichtbar sei. Der Streit mit Russland um unbezahlte Rechnungen hatte im Jänner zu einer mehrwöchigen Totalblockade der wichtigsten Transitleitung in die EU geführt.