Wiener Börse erholt sich vom Corona-Schock

ATX deutlich im Plus

Wiener Börse erholt sich vom Corona-Schock

Starke Vorgaben aus Übersee und dem umliegenden Börsenumfeld lieferten der Wiener Börse am Dienstag erneut starken Rückenwind. Der heimische Leitindex ATX stieg im Eröffnungshandel um satte 5,63 Prozent auf 2.161,52 Punkte.

Am Vorabend hatten die US-Börsen überaus befestigt geschlossen. Sowohl der Dow Jones als auch der breiter gefasste S&P-500 stiegen um mehr als sieben Prozent. Auch der asiatische Handel zeichnete sich durch Aufschläge auf breiter Front aus.

Seitens Impulsgeber dürfte das Coronavirus dennoch die Märkte weiterhin fest im Griff haben, wenn sich dieser auch hierzulande etwas zu lockern scheint. Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte in Bezug auf Corona die Videokonferenz der Eurogruppe die Blicke der Anleger auf sich lenken.

Coronakrise noch Wochen dominant

"Bei der Videokonferenz der Eurogruppe dürfte das Thema Corona-Bonds und die Möglichkeit den ESM zu nutzen im Vordergrund stehen", kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf die bevorstehende Konferenz des Gremiums. "Der Einsatz des ESM ist wohl wahrscheinlicher".

Insgesamt werde die Corona-Krise noch über Wochen und Monate das Bild dominieren und die Entwicklungen in der Politik und den Finanzmärkten bestimmen, schickt Umlauf in seinem Tagesausblick voraus. Dabei richtet sich das Interesse zunehmend auf die Zahl der aktiven Infektionen, d.h. derjenigen Personen, die an COVID-19 erkrankt sind abzüglich derer, die als genesen gelten oder verstorben seien. "Diese Zahl ist insbesondere für die Frage nach der Aus- und Überlastung der Gesundheitssysteme wichtig", kommentierte der Helaba-Experte seine Einschätzung.

Banken legen ordentlich zu

Mit Blick auf die Kurstafel zeichneten sich besonders starke Gewinne am heutigen Handelstag bei Aktien von Banken ab. Die schwergewichteten Anteilsscheine der Ersten Group verteuerten sich um satte 9,20 Prozent auf 17,93 Euro. Jene der Raiffeisen (RBI) stiegen um 7,74 Prozent auf 14,90 Euro. BAWAG gewannen 11,55 Prozent auf 26,26 Euro.

In diesem äußerst starken Börsenumfeld stiegen auch die Anteile des Airline-Caterers in einem beträchtlichen Ausmaß. Sie sprangen um rasante 13,80 Prozent auf 40 Euro hinauf. Unter anderem dürfte neben der allgemeinen Markterholung eine Studie der Berenberg Rückenwind geliefert haben. Ihre Experten schraubten das Kursziel für die Do&Co von 95 auf 70 Euro hinunter. Aus der Differenz zum aktuellen Kurs ergab sich eine Kaufempfehlung ("Buy").

Weitere Gewinner

Ebenfalls äußert stark nachgefragt waren die Papiere der Wienerberger mit einem Kurssprung von 15,48 Prozent. Polytec gewannen indes 11,16 Prozent und Rosenbauer verteuerten sich um 10,84 Prozent.

Mit starken Kursgewinnen traten auch die Papiere der Flughafen-Wien-Gruppe auf. Sie stiegen um 10,56 Prozent. Aktien der Luftfahrtbranche waren aufgrund der Corona-Krise in den vergangenen Wochen besonders stark unter die Räder geraten.

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