Initialbestellung noch nicht ausgeschöpft

H1N1: 254.804 Österreicher ließen sich impfen

Die Nachfrage nach Impfungen gegen die "Neue Grippe" ("Schweinegrippe") hält sich weiter in Grenzen: 53.239 Menschen ließen sich in Österreich in den vergangenen 2 Wochen eine Spritze gegen die Influenza A(H1N1) verpassen. Insgesamt wurden laut dem Gesundheitsministerium seit Impfstart 254.804 Kinder und Erwachsene immunisiert.

Somit wurde noch nicht einmal die Anfang November gelieferte Initialbestellung von 520.000 Dosen ausgeschöpft. Insgesamt hat Österreich laut Vertrag einen Anspruch auf bis zu 16 Mio. Impfstoffeinheiten, die allerdings nur bei Bedarf geordert werden.

Weiterhin rückläufig ist seit einigen Wochen die Zahl der Neuerkrankungen: In der vergangenen Woche steckten sich etwa 16.000 bis 26.000 Personen mit der Influenza A(H1N1) an, teilte das Gesundheitsministerium mit. In der Vorwoche gab es noch bis zu 34.000 Infektionen. Die Zahlen basieren auf einer Hochrechnung anhand von Daten des Wiener Grippeüberwachungssystems.

140 Patienten mussten vergangene Woche im Spital aufgenommen werden. Zum Vergleich: In den zwei Wochen davor wurden 172 bzw. 209 Infizierte im Krankenhaus stationär behandelt. Die Pandemiewelle setzt sich in Österreich weiter fort, betonte das Gesundheitsministerium. In keiner Probe sei ein anderes Influenzavirus nachgewiesen worden, A(H1N1) bleibe der dominierende Erreger.

Allein in Wien wurden mittels des sogenannten Sentinellasystems 12.700 Infektionen registriert. Das ist gegenüber dem Vergleichszeitraum der Vorwochen erneut ein geringer Rückgang, zuvor gab es 14.500 und 15.300 Ansteckungen. In Graz wurde im Wochenvergleich eine Abnahme von 2.740 auf 2.435 Fälle verzeichnet. Auch in der steirischen Landeshauptstadt kommt das Sentinellasystem zum Einsatz. Es kombiniert Stichproben aus ausgewählten Arztpraxen mit Daten über Krankenstandstage für Hochrechnungen.