OMV spürt zaghafte Weltwirtschaft

OMV-Pipeline: Kritik aus Bratislava

Die geplante Trassenführung des OMV-Ölpipeline-Projekts zwischen Schwechat und Bratislava stößt auf zunehmenden Widerstand. Slowakische Umweltschützer kämpfen schon jahrelang dagegen an, weil die Pipeline durch die sogenannte Große Schüttinsel führt, die Bratislava und Umgebung mit Trinkwasser versorgt.

Nun appelliert auch Daniel Gemeran, Generaldirektor der Wassergesellschaft von Bratislava, das Projekts und somit den Schutz des Wasserreservoirs zu überdenken. Im Oktober 2009 hat die OMV gemeinsam mit der slowakischen Regierung eine Absichtserklärung über die Errichtung der rund 60 km langen Pipeline unterzeichnet. Ziel ist es, die Pipeline bis 2012 fertigzustellen. Der Baubeginn wird für das kommenden Jahr anvisiert. Damit wäre Österreich direkt an das bestehende 3.000 km lange russische Pipeline-Netz angebunden.

Gemeran kritisiert die Vorgehensweise der OMV: Es sei nicht richtig, "die Frage der Diversifizierung der Rohölquelle auf diese Art und Weise, indem eine unikate Trinkwasserquelle in der Slowakei gefährdet wird, zu lösen". Das derzeitige Vorhaben sei "inakzeptabel". Außerdem appelliert Gemeran an den "ausgeprägten Sinn für den Naturschutz" der Österreicher und fordert eine gemeinsame Lösung des Problems.