Quelle-Konkurs endgültig beantragt

Das Ende des Versandhändlers Quelle Österreich ist besiegelt: Am Montagvormittag wurde der Konkursantrag beim Landesgericht Linz eingebracht und kurz darauf das Verfahren eröffnet. Betroffen sind rund 1.100 Dienstnehmer 300 Quelle-Pensionisten, 170 Quelle-Shops sowie zwei Einzelhandelsgeschäfte und drei Abverkaufsstellen namens "Happy Kauf". Die Passiva sollen rund 100. Mio. Euro betragen.

Ob und inwieweit ein Fortbetrieb von Quelle Österreich möglich ist, wird von den Masseverwaltern überprüft. Allenfalls werden die "dafür erforderlichen Voraussetzungen" geschaffen. Ein Fortbetrieb sei aber nur dann möglich, wenn dadurch kein "offenkundiger Ausfall" für die Gläubiger zu erwarten ist. Bis zum Abschluss dieser Prüfungen wird das Unternehmen jedenfalls fortgeführt, und Kundenbestellungen wie bisher behandelt.

Die Shop-Betreiber wollen jedenfalls auch nach einem Konkurs weitermachen: "Wir sind bereits mit vier bis fünf Kleinlieferanten in Verhandlung", sagte Shop-Sprecher Hans-Peter Harder zur APA. Um das Überleben der Shops zu sichern, müssen die Gespräche bald beendet werden: "Vielen geht schon die Luft aus". Gesucht werden aber nicht nur Lieferanten: Auch Hersteller von Weißware, Elektrogeräten und Textilien können sich melden.

Mit dem Konkurs würden auch die verschiedenen geplanten Unterstützungs-Maßnahmen für die Mitarbeiter voll zu greifen beginnen, stellte der OÖ-Wirtschaftslandesrat Sigl fest. Er verwies darauf, dass sich die Sozialpartner, AMS, Betriebsrat und Land Oberösterreich eng abgestimmt hätten. Es werde nicht nur die Insolvenzstiftung hunderten Quelle-Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Es sollten viele Menschen so rasch wie möglich auch bei anderen Unternehmen wieder in Beschäftigung gebracht werden. Auch um die Lehrlinge wolle man sich besonders annehmen.