RHI will 2013 Dividende auf Vorjahresniveau zahlen

Der börsenotierte Feuerfestprodukte-Spezialist RHI kämpft sich heuer durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld. "Den großen Aufschwung sehe ich noch nirgends in der Welt", sagte Konzernchef Franz Struzl am Montag vor Journalisten in Leoben.

Zudem machen dem Unternehmen Währungsabwertungen in Brasilien, Argentinien und Indien sowie die hartnäckigen Anlaufschwierigkeiten in der neu errichteten Schmelzanlage in Norwegen zu schaffen. Dennoch wird die RHI ihren Umsatz 2013 voraussichtlich bei rund 1,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau stabilisieren und unverändert eine Dividende von 75 Cent ja Aktie zahlen.

Das operative Ergebnis (EBIT) des Gesamtjahres wird laut Struzl "wegen Chapter-11 deutlich über dem des vergangenen Jahres" liegen. Auch die EBIT-Marge von zuletzt 9,1 Prozent soll jedenfalls erreicht werden bzw. über Vorjahr liegen.

Im ersten Halbjahr wurde das in Amerika infolge eines Asbest-Skandals anhängige Chapter-11-Verfahren der US-Tochter nach Jahren abgeschlossen, was sich auf die heurige RHI-Bilanz mit einem positiven Einmaleffekt von 75,8 Mio. Euro niederschlägt.

Dafür belastet im laufenden Geschäftsjahr die Schließung des deutschen Stahlstandortes in Duisburg mit 19 Mio. Euro, da Restrukturierungsrückstellungen gebildet wurden. In dem Werk sind rund 120 Mitarbeiter beschäftigt.