Rio Tinto kommt mit Übernahme von Koks-Rivalen nicht voran

Der australische Bergbaugigant Rio Tinto droht mit dem Milliardenangebot für den Minenbetreiber Riversdale zu scheitern. Zum Ablauf der Annahmefrist konnte sich Rio Tinto lediglich knapp 40 Prozent der Riversdale-Anteile sichern und verfehlte damit das an das Offert geknüpfte Ziel von 50 Prozent.

Zudem kamen bis Montag von den beiden Riversdale-Hauptaktionären keine Anzeichen, Anteile andienen zu wollen. Die indische Tata Steel und die brasilianische CSN halten zusammen 47 Prozent an Riversdale. Investoren setzen darauf, dass ihnen der weltweit zweitgrößte Hersteller von Eisenerz weiter entgegenkommt.

Analysten gingen nicht davon aus, dass Rio Tinto im letzten Moment noch ausreichend Anteile angeboten bekommen hat. Der Konzern könne aber seine Schwelle einfach aufgeben und sich mit einer Minderheitsbeteiligung zufriedengeben, hieß es. Die Übernahme würde Rio Tinto Zugang zu großen Mengen an hochwertiger Kokskohle verschaffen.