RWE will Sperrminorität an Stromnetztochter Amprion langfristig behalten

Der deutsche Energiekonzern RWE will auch nach dem Verkauf der Mehrheit seiner Höchstspannungsnetztochter Amprion eine Sperrminorität an dem Unternehmen behalten. "Wir wollen langfristig an unserem Anteil von 25,1 Prozent festhalten", sagte eine Sprecherin am Freitag.

Damit käme RWE auch dem Wunsch der neuen Investoren nach. "Wir würden es begrüßen, wenn die Sperrminorität von RWE auf Dauer erhalten und der Konzern unternehmerisch eingebunden bleibt", sagte Peter Hielscher, der beim Versicherer Talanx das Geschäft mit alternativen Investments verantwortet. Talanx ist einer von vier Investoren aus der Versicherungsbranche, die am Donnerstag für rund 700 Mio. Euro 74,9 Prozent an Amprion gekauft haben. Talanx hält 8,8 Prozent am Käuferkonsortium.

Spekulationen über einen Einstieg von Gazprom bei RWE als Ankeraktionär weist der Konzern jedoch zurück. RWE strebt über eine Zusammenarbeit mit dem Gazprom-Konzern hinaus keine größere Beteiligung für die Russen an, hieß es.

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