Sanierung ist Voraussetzung für einen Verkauf

Salzgitter will Sanierung ohne Teil-Verkauf

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter will die Sanierung ohne den Verkauf von Unternehmensteilen schaffen. Viele Finanzanalysten und Investoren hätten so wenig Vertrauen in Restrukturierungsprogramme von Unternehmen, dass sie es am liebsten sähen, wenn man problematische Bereiche sofort verkaufe, sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann vor Aktionären.

Die Trennung von schwachen Unternehmensteilen wäre jedoch kein wirkliches Verkaufen, sondern damit würde Aktionärsvermögen verschenkt. "Das wollen wir gerade nicht!" Selbst den kritischsten Fall, den Verluste schreibenden Profilstahlbereich, wolle Salzgitter - wenn irgend möglich - selbst sanieren.

"Wir wollen auf diese Weise erreichen, dass der Salzgitter-Konzern auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen wieder profitabel wird und eigenständig bleiben kann." Der Salzgitter-Chef betonte, die neue Organisation müsse "eindeutig und schlank" sein, er äußerte sich in seinem Redemanuskript jedoch nicht zum geplanten Personalabbau. Details dazu will der ThyssenKrupp-Rivale erst zur Jahresmitte nennen. Für das Gesamtjahr erwartet Salzgitter weiter mindestens einen mittleren zweistelligen Millionenverlust vor Steuern.

Fuhrmann deutete an, dass die Zusammenarbeit mit Aurubis, an der Salzgitter maßgeblich beteiligt ist, doch noch vertieft werden könnte. Was eine verstärkte industrielle Zusammenarbeit mit der Kupferhütte in der Zukunft angehe, sei "die letzte Strophe noch nicht gesunken", sagte der Salzgitter-Chef.

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