Santander: Abkommen mit RBS wegen Verzögerungen zurückgezogen

Die spanische Großbank Santander hat die Absage der Übernahme von 316 Filialen der Royal Bank of Scotland mit Verzögerungen in der Ausführung der Vereinbarungen begründet. Nach einem Zeitungsbericht erklärte Santander in einem Schreiben an die spanische Börsenaufsicht CNMV, dass die Vereinbarung "nicht mehr gültig ist", weil die Konditionen voraussichtlich nicht innerhalb der vereinbarten Frist bis Februar 2013 erfüllt werden könnten.

Die britische Royal Bank of Scotland (RBS) muss sich nun nach einem neuen Käufer für 316 ihrer Filialen umsehen. Das im August 2010 erzielte Abkommen sah vor, dass das Geschäft im Laufe des nächsten Jahres abgeschlossen sein sollte. Im August 2011 wurde der anvisierte Zeitpunkt jedoch auf das vierte Quartal 2012 verschoben.

RBS-Chef Stephen Hester hatte das Scheitern der Vereinbarung am Freitag bekanntgegeben und sich darüber enttäuscht gezeigt. Er kündigte an, das seine Bank sich jetzt nach einem neuen Käufer umsehen werde. Der Verkauf war eine Auflage für die Rettung der Bank durch den Staat gewesen und war von der Europäischen Kommission gefordert und auch abgesegnet worden. RBS gehört zu 83 Prozent dem britischen Steuerzahler.

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