Santander übernimmt Tochter Banesto ganz

Die größte spanische Bank Santander reagiert mit harten Einschnitten auf die Wirtschaftskrise in ihrem Heimatland. Das Institut kündigte am Montag an, seine Tochter Banesto komplett zu übernehmen und danach hunderte Filialen zu schließen. Dadurch rechnet der Konzern mit Synergien von 520 Millionen Euro.

Die freien Banesto-Aktionäre sollen mit einem Aufschlag von knapp 25 Prozent zum letzten Aktienkurs zum Verkauf gelockt werden, wie das Institut in Madrid mitteilte. Konkret bietet Santander 0,633 eigene Aktien pro Banesto-Anteilsschein. Das entspricht 3,73 Euro je Aktie laut dem Schlusskurs vom Freitag. Die Transaktion soll im Mai abgeschlossen sein. Santander besitzt bereits knapp 90 Prozent der Banesto-Anteile.

Der Markenname Banesto soll verschwinden, ebenso der des bereits zu Santander gehörenden Vermögensverwalters Banif. Künftig werde Santander in Spanien rund 4.000 Filialen betreiben, hieß es. Das sind rund 700 weniger, als Santander, Banesto und Banif derzeit zusammen besitzen.

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